Datum17.04.2026 15:41
Quellewww.spiegel.de
TLDRDas letzte deutsche Playmobil-Werk in Dietenhofen schließt zum 30. Juni. Für die 350 Beschäftigten wurde ein Sozialplan ausgehandelt. Dieser sieht die Einrichtung einer Transfergesellschaft und die Zahlung von Abfindungen vor. Die Produktion wird ins Ausland verlagert, da das Unternehmen in den letzten Jahren Umsatzrückgänge verzeichnete. Trotz Bemühungen um eine Trendwende bleiben die Herausforderungen für die Marke Playmobil bestehen.
InhaltSeit 1974 bevölkern Playmobil-Figuren die Kinderzimmer. Hergestellt wird das Spielzeug bald nur noch im Ausland. Für die 350 Beschäftigten in Deutschland wird eine Transfergesellschaft eingerichtet. Die Verhandlungen über einen Sozialplan für die Beschäftigten des letzten deutschen Playmobil-Werks im mittelfränkischen Dietenhofen sind nach Angaben des Mutterunternehmens, der Horst-Brandstätter-Group, abgeschlossen. Man habe sich mit den Arbeitnehmervertretern darauf geeinigt, eine Transfergesellschaft einzurichten sowie den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen zu zahlen, teilte das Unternehmen mit. Die Unternehmensgruppe hatte beschlossen, das Werk in Dietenhofen, wo derzeit 350 Menschen beschäftigt sind, zum 30. Juni zu schließen. Die Fertigung der berühmten Playmobil-Figuren werde künftig in ausländischen Werken, etwa in Malta und Tschechien, fortgeführt. Die Horst-Brandstätter-Group hatte in den vergangenen Jahren schwere Zeiten durchgemacht. Die Relevanz der Playmobil-Spielzeuge in den Kinderzimmern hat abgenommen. In wenigen Jahren büßte die Gruppe ein Drittel ihres Umsatzes ein. Firmenchef Bahri Kurter hatte auf der Spielwarenmesse im Januar angekündigt, es könne eine Trendwende geschafft werden. Das Unternehmen will es im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada versuchen, unter anderem mit Playmobil-Figuren, die berühmte Fußballspieler darstellen sollen. Mit Playmobil geht es rasant bergab. Wer dafür verantwortlich gemacht wird, lesen Sie hier .