Datum17.04.2026 15:06
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem tödlichen Arbeitsunfall mit drei Toten und zwei Schwerverletzten in einer Lederfabrik in Runkel, bei dem eine Kohlenmonoxidvergiftung vermutet wird, war die Feuerwehr erneut im Einsatz. Grund war ein unbestimmbarer Geruch bei Ermittlungsarbeiten, was zu einer vorsorglichen Absperrung und Messungen führte, um eine Gefahr auszuschließen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Arbeitsunfall in Runkel“. Lesen Sie jetzt „Feuerwehr nach tödlichem Unfall erneut in Runkel im Einsatz“. Nach dem tödlichen Arbeitsunfall im mittelhessischen Runkel ist die Feuerwehr erneut im Einsatz. "Nach dem Vorfall gestern ist heute bei den Ermittlungsarbeiten der Polizei ein Geruch aufgetreten, dessen Herkunft wir nicht bestimmen können", sagte der Sprecher der Feuerwehr der Stadt Runkel, Jörg Martin. Um sicherzugehen, dass kein Gefahrstoff austritt, sei die Feuerwehr vor Ort und habe den Bereich weiträumig abgesperrt. "Die Messkomponente des Landkreises Limburg-Weilburg ist jetzt da und misst das Gelände frei, ob und wie schädlich der Stoff ist, ob er überhaupt schädlich ist", erläuterte Martin. Mehr könne er derzeit nicht sagen. "Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme im Moment", erklärte er. Niemand sei beeinträchtigt worden. Bei dem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei in dem 9.500-Einwohner-Städtchen im Kreis Limburg-Weilburg kamen am Donnerstagnachmittag drei Arbeiter im Alter von 38, 58 und 59 Jahren ums Leben. Zwei weitere Männer seien lebensgefährlich verletzt worden, hatte das Landesinnenministerium mitgeteilt. Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidvergiftung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter geführt habe. © dpa-infocom, dpa:260417-930-958731/1