Wal: Umweltminister: Rettungsversuch geht in die heiße Phase

Datum17.04.2026 09:32

Quellewww.zeit.de

TLDREin geschwächter Buckelwal liegt seit 18 Tagen in der Wismarer Bucht. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus kündigte die "heiße Phase" eines Rettungsversuchs an. Mit einer schwimmenden Arbeitsplattform, Sauggeräten und Schlauchbooten sollen minimalinvasive Maßnahmen den Wal befreien. Das Ministerium begleitet den Einsatz rund um die Uhr kooperativ.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wal“. Lesen Sie jetzt „Umweltminister: Rettungsversuch geht in die heiße Phase“. Die Vorbereitungen für den neuen Versuch zur Rettung des vor der Insel Poel liegenden Buckelwals laufen weiter auf Hochtouren. "Der Bergungsversuch geht jetzt in die heiße Phase über", sagte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), am Hafen von Kirchdorf, wo die Einsatzkräfte der privaten Rettungsinitiative am Morgen ein kleines Boot neben einem Arbeitsponton zu Wasser ließen. Der Wal bekomme jetzt eine weitere Chance, aber er müsse dabei auch mitmachen. Backhaus betonte, er sei überzeugt, dass das vorliegende Rettungskonzept, für das sein Ministerium die Duldung ausgesprochen habe, gut sei. Es sehe minimalinvasive Maßnahmen vor. Das Ministerium begleite den Versuch rund um die Uhr und stehe mit dem Organisationsteam in engem Austausch. "Wir sind sehr kooperativ untereinander hier vor Ort." Der geschwächte Wal liegt bereits den 18. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht. Im Hafen von Kirchdorf wurden auf einer aus vier großen stählernen Einzelpontons bestehenden schwimmenden Arbeitsplattform ein Bagger befestigt und ein Container aufgestellt. Zudem liegen Sauggeräte und große Schläuche auf der Plattform.  Am Vormittag fuhren auch Mitarbeiter des Umweltministeriums und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) mit einem Polizeischlauchboot zum Wal hinaus. Bei der Bergung sollen laut Backhaus auch batteriebetriebene Sandsauggeräte eingesetzt werden, um den Untergrund unter dem rund zwölf Tonnen schweren frei zu spülen. © dpa-infocom, dpa:260417-930-956716/1