Datum17.04.2026 08:02
Quellewww.zeit.de
TLDRTodd Lyons, Direktor der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) und zentraler Umsetzer von Trumps Migrationspolitik, tritt Ende Mai zurück. Gründe wurden nicht genannt. Lyons wurde im März 2025 zum Interimsdirektor ernannt. Seine Amtszeit war von umstrittenen Massenabschiebungen und Protesten nach Todesfällen bei ICE-Einsätzen geprägt. Die Nachfolge ist unklar.
InhaltTodd Lyons galt als zentraler Umsetzer von Trumps migrationspolitischer Agenda. Nun gibt er zu Ende Mai seinen Posten als Direktor der Einwanderungsbehörde ICE auf. Der amtierende Direktor der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, Todd Lyons, gibt seinen Posten Ende Mai auf. Das teilte das US-Heimatschutzministerium mit. Heimatschutzminister Markwayne Mullin bezeichnete Lyons als einen "hervorragenden Leiter der ICE" und wünschte Lyons viel Glück für seine weitere Karriere in der Privatwirtschaft. Lyons galt als zentraler Umsetzer der Massenabschiebungen im Rahmen von US-Präsident Donald Trumps restriktiver Migrationspolitik. Die konkreten Gründe für Lyons Rücktritt wurden nicht genannt. Auch wer sein Amt künftig übernehmen wird, blieb zunächst unklar. US-Präsident Donald Trump hatte Lyons im März 2025 zum Interimsdirektor der Einwanderungsbehörde ernannt. Die ICE setzte in den vergangenen Monaten vielfach eine Reihe umstrittener Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts in US-Städten, darunter Chicago und Minneapolis, um. Nachdem die US-Bürger Alex Pretti und Renee Good bei ICE-Einsätzen von Beamten getötet wurden, kam es zu großen Protesten gegen die Einwanderungsbehörde sowie gegen Trumps Abschiebepolitik. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.