Datum17.04.2026 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Fahrraddiebstähle in NRW ist seit 2006 um fast 50% auf 53.380 gesunken. Innenminister Reul führt dies auf verbesserte Sicherungsmethoden und Präventionsarbeit zurück, besonders bei teuren Pedelecs. Die Aufklärungsquote stieg auf 9,5%. Zwar sank die Zahl der Tatverdächtigen, der Anteil nichtdeutscher Verdächtiger stieg jedoch auf 43%.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Fahrraddiebstähle in NRW fast halbiert“. Gute Nachricht für Radfahrer: Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat sich in den vergangenen 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen fast halbiert. Das hat das NRW-Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Wurden im Jahr 2006 in NRW noch 100.290 Fahrräder gestohlen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 53.380 Drahtesel. Das entspricht einem Rückgang um 47 Prozent. "Dass weniger Fahrräder geklaut werden, ist kein Zufall. Immer mehr Menschen sichern ihre Fahrräder viel besser als früher", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). "Das zeigt, dass unsere Präventionsarbeit ankommt. Gerade bei teuren Pedelecs schauen viele genauer hin und investieren in gute Sicherheitsmaßnahmen. Das zahlt sich aus." Im Gegensatz zu den Wohnungseinbrüchen, die sich im Winter häufen, werden Fahrräder vermehrt in den Sommermonaten gestohlen. Es sei wichtig, die Räder mit massiven Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlössern zu sichern und an fest verankerten Gegenständen anzuschließen - oder in gesicherten Räumen abzustellen. Klar sei aber auch: "Wo teure Fahrräder zu finden sind, sind Langfinger oft nicht weit. Deshalb bleiben wir dran - mit gezielter Aufklärung und sichtbarer Präsenz auf der Straße", so der Innenminister. Die registrierten Fahrraddiebstähle sanken im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2006. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der erfassten Diebstahlversuche von einem Prozent auf 4,8 Prozent. Die Aufklärungsquote stieg im vergangenen Jahr auf 9,5 Prozent, den besten Wert der vergangenen 20 Jahre. Zwischenzeitlich war sie auf 7,1 Prozent gesunken. Während die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen mit der Fallzahl deutlich sank, stieg der Anteil der nichtdeutschen Verdächtigen von 19 auf 43 Prozent. © dpa-infocom, dpa:260417-930-955953/1