Berühmter Fußballspieler : Ex-Arzt beteuert Unschuld im Zusammenhang mit Tod von Diego Maradona

Datum17.04.2026 00:18

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Prozess um den Tod von Diego Maradona hat sein ehemaliger Leibarzt Leopoldo Luque seine Unschuld beteuert. Luque, einer von sieben Angeklagten, weist Vorwürfe grober Nachlässigkeit des medizinischen Teams zurück. Die Angeklagten argumentieren, Maradona sei eines natürlichen Todes gestorben, bedingt durch chronische Herzinsuffizienz und Drogenmissbrauch. Der Prozess, der Mitte November 2020 nach Maradonas Tod begann, dauert voraussichtlich bis Juli und befragt rund 120 Zeugen. Ein früherer Prozess war wegen eines Richterskandals gescheitert.

InhaltIm Prozess um den Tod von Diego Maradona wird seinem medizinischen Team grobe Nachlässigkeit vorgeworfen. Der Neurochirurg Leopoldo Luque weist die Vorwürfe zurück. Bei seiner ersten Anhörung im neu aufgerollten Prozess um den Tod des argentinischen Fußballstars Diego Maradona hat dessen ehemaliger Leibarzt seine Unschuld beteuert. "Ich möchte sagen, dass ich unschuldig bin, und dass ich seinen Tod zutiefst bedaure", sagte der Neurochirurg Leopoldo Luque. Luque ist einer von sieben Hauptangeklagten, die sich seit Dienstag vor Gericht verantworten müssen. Dem medizinischen Team aus Ärzten, Psychiatern, Psychologen und Pflegern wird grobe Nachlässigkeit bei Maradonas Behandlung vorgeworfen. Der bekannte Fußballspieler war am 25. November 2020 zwei Wochen nach einer Hirnoperation im Alter von 60 Jahren gestorben. Laut einer Obduktion starb er an einem Herzinfarkt und einem Lungenödem. Das medizinischen Team hatte Maradona in einem von ihm angemieteten Haus betreut. Bisher weisen alle Angeklagten die Vorwürfe zurück. Ihren Verteidigern zufolge soll Maradona, der jahrelang alkohol- und kokainabhängig war, eines natürlichen Todes gestorben sein. Auf diese Begründung wies auch Luque in seinem 30-minütigen Vortrag hin. Unter Berufung auf ein Gutachten sagte er, bei Maradona sei während der Autopsie eine "chronische Herzinsuffizienz" diagnostiziert worden, "die mit toxischen Substanzen in Zusammenhang steht". Bereits im vergangenen Jahr im Mai gab es einen Prozess. Dieser war jedoch nach zweieinhalb Monaten Verhandlung geplatzt. Hintergrund war ein Skandal um die Richterin Julieta Makintach, die sich nach Befangenheitsvorwürfen zurückziehen musste. In dem Prozess, der diese Woche gestartet ist, sollen etwa 120 Zeugen befragt werden. Er soll bis Juli dauern.