Schulprojekt gestoppt: Porno-Eklat an Schule - Verband zeigt Bedauern

Datum16.04.2026 18:15

Quellewww.zeit.de

TLDREin Theaterprojekt an einer Oberschule in der Lausitz wurde gestoppt, nachdem versehentlich pornografisches Material in Schulhefte und Zeitschriften gelangte. Die Organisatoren, die "Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken", bedauern den Vorfall, bei dem einige Schüler sexuell explizite Bilder entdeckten. Die Schulleitung beendete das Projekt, die Amadeu Antonio Stiftung zog die Förderung zurück. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Inhalte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schulprojekt gestoppt“. Lesen Sie jetzt „Porno-Eklat an Schule - Verband zeigt Bedauern“. Nach dem Porno-Eklat während eines Theaterprojekts an einer Oberschule in der sächsischen Lausitz haben die Organisatoren ihr Bedauern ausgedrückt. Beim Erstellen einer Collage zum Thema Mut seien den Schülerinnen und Schülern einer neunten Klasse gespendete Bastelmaterialien wie Hefte und Zeitschriften zur Verfügung gestellt worden, sagte Micki Börchers, Bundesvorsitzende der Jugendorganisation "Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken", der Nachrichtenagentur dpa.  "Darunter war versehentlich ein Magazin, welches Bilder von sexuellen Darstellungen und nackten Personen beinhaltete", erklärte Börchers. Nachdem einige Schüler dies entdeckt hatten, hätten die beiden Verantwortlichen das Magazin sofort an sich genommen und die Geschehnisse eingeordnet, hieß es.  Zuvor hatte die "Bild" über den Verband als Organisator des Theaterprojekts berichtet. Das Projekt fand den Angaben zufolge unter der Trägerschaft des SJD Landesverbandes Berlin statt.  Der Vorfall werde nun aufgearbeitet, hieß es. "Wir bedauern, dass dieses Magazin Teil von den zur Verfügung gestellten Materialien war und dies zu Unwohlsein bei den Jugendlichen geführt haben kann", betonte Börchers. Das entspreche nicht den Standards des Verbandes. "Die Teamer*innen des Schulworkshops haben aktuell keinerlei Verantwortlichkeiten mehr." Zu Beginn der Woche war der Fall, der sich bereits im März ereignet hat, bekanntgeworden. Mehrere Eltern hatten nach dem Vorfall Strafanzeige gestellt. Die Schulleitung brach das Projekt nach Behördenangaben noch am selben Tag ab und kündigte den Dienstleistungsvertrag mit den Projektverantwortlichen. Auch die Amadeu Antonio Stiftung, die sich für Minderheiten und Menschenrechte einsetzt, hat die Förderung für das Theaterprojekt mittlerweile eingestellt.  Parallel dazu ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige gegen zwei weibliche Tatverdächtige im Erwachsenenalter. © dpa-infocom, dpa:260416-930-954964/1