Datum16.04.2026 17:56
Quellewww.zeit.de
TLDRFatma Deniz wurde feierlich als neue Präsidentin der TU Berlin in ihr Amt eingeführt. Die 43-jährige Mathematik-Professorin, die an der TU für Informatik lehrt, tritt ihr Amt zu Beginn des 80-jährigen Jubiläums der Hochschule an. Die TU, 1946 gegründet, steht vor großen Herausforderungen, darunter kostspielige Sanierungen und Sparmaßnahmen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Teschnische Universität“. Lesen Sie jetzt „TU-Präsidentin Fatma Deniz feierlich ins neue Amt eingeführt“. Die neue Präsidentin der Technischen Universität Berlin, Fatma Deniz, ist feierlich in ihr neues Amt eingeführt worden. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens der TU gab es am Donnerstag einen Festakt im Audimax der Universität, Deniz hielt eine Festrede. Offiziell hat die 43 Jahre alte Mathematik-Professorin ihr Amt bereits am 1. April angetreten. Deniz wuchs in der Türkei auf und studierte später Informatik an der TU München. Seit 2023 ist sie an der TU Professorin für Informatik. Ihr Amtsbeginn fällt auf ein besonders Jubiläum: Vor 80 Jahren, im Jahr 1946, wurde die TU Berlin im zerstörten Nachkriegs-Berlin neu gegründet. Es gab bereits Vorgängereinrichtungen, die bis in die Zeit König Friedrichs II. ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Allerdings wollte die Uni bewusst einen Bruch mit der NS-Vergangenheit demonstrieren und feierte daher keine Wieder-, sondern eine Neueröffnung. Im Audimax, dem Ort des Festakts, spiegeln sich auch viele Kapitel der TU-Geschichte. So stand dort schon Rudi Dutschke, der im Februar 1968 beim Internationalen Vietnamkongress vor rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Rede hielt. Im physikalischen Hörsaal der Uni tagte der Deutsche Bundestag 1955 erstmals in Berlin. Und an der TU gab es die erste Informatik-Professur im deutschsprachigen Raum, die von einer Frau besetzt wurde: Christiane Floyd übernahm 1978 die Professur. Im Jahr 2026 steht die TU inzwischen vor großen Herausforderungen. Zahlreiche Gebäude sind marode. Der Sanierungsstau beläuft sich auf 2,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig muss die Uni Geld sparen: Bis Ende 2028 muss laut der Hochschule ein Betrag von 65 Millionen Euro dauerhaft gekürzt werden. © dpa-infocom, dpa:260416-930-954876/1