Trump verkündet zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon

Datum16.04.2026 18:08

Quellewww.spiegel.de

TLDRDonald Trump hat eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon verkündet, die angeblich am Donnerstag in Kraft treten soll. Dies geschah nach Berichten über ein Telefongespräch Trumps mit beiden Staatschefs, obwohl eine direkte Kommunikation zwischen Netanyahu und Aoun offenbar scheiterte. Israel führt Krieg gegen die Hisbollah im Libanon, während die libanesische Regierung eine Deeskalation anstrebt. Bestätigungen aus Israel und dem Libanon stehen noch aus.

InhaltIsrael führt auf libanesischem Boden einen Krieg gegen die Hisbollah. Trotz Annäherungen kam es nicht zu einem Telefonat zwischen Regierungschef Netanyahu und Libanons Staatschef Aoun. Nun hat Washington die Sache offenbar selbst in die Hand genommen. Israel und ​der Libanon haben ‌sich laut Donald Trump ​auf eine zehntägige Waffenruhe verständigt. Diese ⁠solle noch am Donnerstag in Kraft treten, schreibt ‌Trump ​auf seinem Netzwerk Truth Social . Eine Bestätigung aus Israel und dem Libanon gab es zunächst nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Regierungsquellen lediglich, dass das israelische Sicherheitskabinett zu einer dringenden Beratung zusammengetreten sei. Trump schreibt in seinem Beitrag, dass er ein "exzellentes" Gespräch mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Israels Premier Benjamin Netanyahu geführt habe. Zuvor hatte die libanesische Präsidentschaft ebenfalls von einem Telefonat berichtet, jedoch nur zwischen Aoun und Trump. Die Mitteilung folgte einer Ankündigung Trumps und der israelischen Seite, dass ein Telefonat zwischen Netanyahu und Aoun ansteht. Medienberichten zufolge lehnte Aoun ein solches Gespräch aber ab. Die Nachbarstaaten Israel und Libanon sind verfeindet und befinden sich offiziell im Kriegszustand, wenn Israel auch betont, im Libanon gegen die Hisbollah zu kämpfen. Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei und bemüht sich um Deeskalation. Zugleich macht sie Israel schwere Vorwürfe wegen der anhaltenden Angriffe im Libanon, bei denen nach offiziellen Angaben seit Beginn des Irankriegs Ende Februar mehr als 2000 Menschen getötet wurden. Die Hisbollah lehnt Gespräche zwischen der Regierung und Israel ab. In Kürze mehr bei SPIEGEL.de