Datum16.04.2026 13:25
Quellewww.zeit.de
TLDRRechter Hass verbreitet sich laut Sicherheitsbehörden in Brandenburg rasant bei jungen Menschen im Netz. Polizeipräsident Stepien warnt vor jüngeren, digitaleren und gewaltbereiteren Tätern, obwohl insgesamt die politisch motivierte Kriminalität 2025 leicht sank. Zwei Drittel der Taten sind rechtsextrem, darunter Propagandadelikte und Gewaltstraftaten, die um 28,3 Prozent zunahmen. Das Innenministerium plant mehr Ermittlungsbefugnisse, auch mittels KI, und Innenminister Redmann fordert ein Verbot sozialer Medien für Kinder bis 14 Jahre.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Politisch motivierte Taten“. Lesen Sie jetzt „Rechter Hass aus dem Netz -Polizei warnt vor Radikalisierung“. Hetze, Beleidigung, Stimmungsmache: Im Internet verbreitet sich rechter Hass aus Sicht der Sicherheitsbehörden in Brandenburg gerade bei jungen Menschen rasend schnell. "Die politisch motivierte Kriminalität verändert ihr Gesicht", sagte Polizeipräsident Oliver Stepien in Potsdam. Straftäter würden jünger, digitaler und gewaltbereiter. 2025 nahm gerade die Gewalt von rechts in Brandenburg zu. Das Innenministerium will der Polizei künftig mehr Ermittlungsbefugnisse an die Hand geben auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Zudem spricht sich Innenminister Jan Redmann (CDU) klar für ein Verbot der Nutzung von sozialen Medien für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren aus. Die Verrohung auch bei jungen Menschen nehme zu, das erfülle ihn mit großer Sorge, sagte der CDU-Politiker. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Brandenburg sank 2025 insgesamt um ein Fünftel auf 5.443 Fälle. Der Hauptgrund: 2024 gab es im Zusammenhang mit dem Superwahljahr vor allem mehr Sachbeschädigungen. Vielfach wurden Wahlplakate zerstört. Zwei Drittel der Straftaten mit politischem Hintergrund sind dem Phänomen rechts zuzuordnen. Es geht überwiegend um Propagandadelikte, dazu gehört etwa das Verwenden von verbotenen Symbolen wie Hakenkreuzen und das Zeigen des Hitlergrußes. Die rechts motivierten Gewaltstraftaten nahmen im vergangenen Jahr um 32 Fälle (plus 28,3 Prozent) auf insgesamt 145 zu. © dpa-infocom, dpa:260416-930-952878/1