Datum16.04.2026 11:27
Quellewww.spiegel.de
TLDREine Witwe in New York verklagt ein Radiologiezentrum, nachdem ihr 61-jähriger Ehemann durch ein MRT-Gerät ums Leben kam. Der Mann wurde von dem Gerät angesaugt, als er eine Metallkette um den Hals trug. Die Klägerin wirft dem Zentrum Fahrlässigkeit vor, da das Personal ihn angeblich nicht angewiesen habe, die Kette abzulegen. Sie fordert Schadensersatz wegen des Todes ihres Mannes und ihrer eigenen gesundheitlichen Folgen. Das Radiologiezentrum äußert sich nicht zu dem Vorfall.
InhaltIn den USA kam ein 61-Jähriger ums Leben, als er von einem MRT angesaugt wurde. Seine Witwe führt eigene gesundheitliche Probleme auf den Vorfall zurück und fordert Schadensersatz. Die Witwe eines Mannes verklagt das Radiologiezentrum im US-Bundesstaat New York, in dem der 61-Jährige von einem Magnetresonanztomographiegerät (MRT) tödlich verletzt wurde. Das berichten mehrere US-Medien, darunter "People" und "Newsday" , unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. MRT arbeiten ohne Röntgenstrahlen: Die für zahlreiche Diagnoseverfahren wichtigen, hochauflösenden Bilder werden mithilfe von starken Magnetfeldern erzeugt. Im Juli 2025 hatte der Mann den Berichten zufolge seine Frau zu einem MRT-Termin für ihr Knie begleitet. Nach dem Ende der Untersuchung habe das Personal ihn gebeten, ihr von dem Tisch zu helfen, berichtet "People". McAllister habe eine "große Metallkette" um den Hals getragen. Dadurch sei er "in das Gerät hineingezogen" worden. Seine Frau habe "mit allen Sinnen" mitbekommen, wie ihr Mann unter seinen Verletzungen litt, bis er einen Tag später gestorben sei, heißt es in der Klageschrift laut. Seine Witwe wirft dem Radiologiezentrum in Westbury auf Long Island "fahrlässiges, mutwilliges, rücksichtsloses und unachtsames" Verhalten vor, das den Tod des Mannes verursacht habe. Dabei geht es vor allem darum, dass das Personal ihn nicht aufgefordert haben soll, die Kette abzunehmen. Die Frau habe nach dem Tod ihres Ehemannes schwere körperliche und psychische Probleme erlitten. Daher müsse sie für ihre Behandlung zahlen und fordere einen Schadensersatz, den eine Jury als "fair, angemessen und gerecht" erachten würde. Ein Sprecher der betroffenen medizinischen Einrichtung sagte gegenüber dem Portal "Greaterlongisland" man werde sich weder zur Klage noch zu den Umständen des Vorfalls äußern.