Datum16.04.2026 10:26
Quellewww.zeit.de
TLDRDie FDP setzt im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt auf Wirtschaftsförderung, Bürokratieabbau und Bildung zur Schaffung einer "Aufbruchstimmung". Sie fordert eine Gründeroffensive, mehr Investitionen, eine Sonderwirtschaftszone und Arbeitsplätze. Gleichzeitig sollen Ausreisepflichtige konsequent abgeschoben werden. Schnellere Genehmigungen und eine digitale Verwaltung sind weitere Ziele. Trotz niedriger Umfragewerte zeigt sich Spitzenkandidatin Hüskens optimistisch, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Ein Landesparteitag wird das Wahlprogramm finalisieren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wahlkampf“. Lesen Sie jetzt „FDP setzt im Wahlkampf auf Wirtschaft und Bürokratieabbau“. Die FDP setzt im Landtagswahlkampf auf die Schwerpunkte Wirtschaft, Bürokratieabbau und Bildung. "Sachsen-Anhalt braucht eine neue Aufbruchstimmung", sagte der stellvertretende Landesvorsitzende und Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Andreas Silbersack. Nötig seien eine Gründeroffensive und mehr Investitionen. Die FDP befürworte zudem eine Sonderwirtschaftszone mit besonderen Anreizen. Es müssten mehr und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Silbersack betonte: "Wir sind zwingend auf Zuwanderung in den Arbeitsmarkt angewiesen." Zugleich sollten Ausreisepflichtige konsequent abgeschoben werden. Schnellere Genehmigungen, weniger Berichtspflichten sowie eine investitionsfreundliche und digitale Verwaltung nannte die Landesvorsitzende und FDP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 6. September, Lydia Hüskens, als weitere Ziele. "Wir müssen runter von den Bürokratielasten für die Bürgerinnen und Bürger." Den Liberalen gehe es um konstruktive Lösungen. Man wolle nicht Probleme beschreien und die Gesellschaft weiter spalten. Damit könne man keine erfolgreiche Gesellschaft gestalten. "Wir wollen, dass das Leben für die Menschen gut, bezahlbar ist", so Hüskens. Über das Wahlprogramm wird am 25. April ein Landesparteitag in Magdeburg entscheiden. Derzeit regiert die FDP in einem Bündnis mit CDU und SPD. Hüskens ist Ministerin für Infrastruktur und Digitales. Jüngsten Wahlumfragen zufolge könnten die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen und damit nicht mehr im Landtag vertreten sein. Spitzenkandidatin Hüskens geht davon aus, dass die Liberalen bei den Umfragewerten und dem letztlichen Wahlergebnis zulegen können. "Ich bin optimistisch, dass wir wieder in den Landtag kommen." Sie setzt darauf, dass die aktuelle Deutschland-Koalition fortgesetzt werden kann. © dpa-infocom, dpa:260416-930-951812/1