Datum16.04.2026 09:47
Quellewww.zeit.de
TLDREin New Yorker Gericht hat entschieden, dass Ticketmaster durch die Beherrschung des Ticketmarktes und unrechtmäßige Abhängigkeiten bei der Buchung von Veranstaltungsorten ein illegales Monopol gebildet hat. Dies führte zu überhöhten Ticketpreisen für Verbraucher in 22 US-Bundesstaaten. Es wird über eine mögliche Rückerstattung der zu viel gezahlten Beträge und Strafzahlungen entschieden.
InhaltEin New Yorker Gericht hat der Klage von 22 US-Bundesstaaten gegen den Ticketanbieter stattgegeben. Ticketmaster hat laut Urteil unter anderem zu hohe Preise verlangt. Der Konzertkartenanbieter Ticketmaster hat nach der Entscheidung eines Gerichts in New York ein illegales Monopol gebildet. Zusammen mit dem Mutterkonzern Live Nation habe das Unternehmen die Ticketvermarktung für mehr als 200 Veranstaltungsorte und Dutzende Konzertarenen beherrscht, heißt es in dem Urteil. Das Unternehmen habe zudem die Buchung der konzerneigenen Spielstätten unrechtmäßig davon abhängig gemacht, dass Künstler die Werbedienstleistungen von Ticketmaster nutzten. Dadurch hätten Besucher in 22 US-Bundesstaaten 1,72 US-Dollar mehr pro Ticket zahlen müssen. Der Richter könnte nun den Unternehmen auferlegen, diesen Betrag zurückzuerstatten. Eine Entscheidung über die Höhe der Strafe steht noch aus. Live Nation rechnet nach eigenen Angaben mit Zahlungen von weniger als 350 Millionen Dollar."Die Geschworenen haben bestätigt, was wir schon lange wussten: Ticketmaster und Live Nation verstoßen gegen das Gesetz und fügen Verbrauchern Schäden in Millionenhöhe zu", sagte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James. Gegen die Geschäftspraktik von Ticketmaster hatten Dutzende US-Bundesstaaten geklagt. Ursprünglich war auch das US-Justizministerium an der Klage beteiligt, das sich im März aber mit dem Unternehmen auf einen Vergleich einigte. Dabei verpflichtete sich Live Nation unter anderem dazu, die Kontrolle über 13 Konzertarenen abzugeben. Außerdem darf das Unternehmen Künstler, die ihre Eintrittskarten mithilfe von Konkurrenten vermarkten, nicht bestrafen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.