Datum16.04.2026 09:27
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Elterngeldempfänger in Deutschland ist 2025 um 3,7 Prozent auf 1,61 Millionen gesunken, bedingt durch den Geburtenrückgang. Der Väteranteil blieb stabil bei 25,9 Prozent. Die Nutzung von Elterngeld Plus stieg auf 40,3 Prozent, während der Partnerschaftsbonus nur von 8,3 Prozent genutzt wurde.
InhaltIm vergangenen Jahr haben weniger Menschen Elterngeld bezogen als im Vorjahr. Laut Statistischem Bundesamt liegt der Grund dafür im Geburtenrückgang. Die Zahl der Menschen, die Elterngeld beziehen, ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. 2025 nahmen 1,61 Millionen Frauen und Männer Elterngeld in Anspruch, das waren 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund dafür ist demnach der Geburtenrückgang in Deutschland. Im Vergleich zum Jahr 2021 bezogen sogar 13,9 Prozent weniger Eltern die Leistungen. Der Väteranteil betrug im vergangenen Jahr 25,9 Prozent und war damit auf dem Niveau des Vorjahrs. Er lag 2015 bei 20,9 Prozent und war seitdem kontinuierlich gestiegen, bis es 2024 erstmals einen leichten Rückgang zu verzeichnen gab. Mit 30,0 Prozent war der Väteranteil 2025 in Sachsen am höchsten, gefolgt von Baden-Württemberg (28,0 Prozent) und Bayern (27,6 Prozent). Am niedrigsten war der Väteranteil 2025 mit 21,0 Prozent im Saarland. Gestiegen ist laut der Statistik 2025 erneut der Anteil der Eltern die planten, Elterngeld Plus in Anspruch zu nehmen. Dieser lag im vergangenen Jahr bei 40,3 Prozent und damit 3,6 Prozentpunkte höher als 2024. Das 2016 eingeführte Elterngeld Plus fällt monatlich niedriger aus, wird dafür aber länger gezahlt. Arbeiten beide Elternteile parallel in Teilzeit, können mit dem Partnerschaftsbonus bis zu vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus in Anspruch genommen werden. Von dieser Möglichkeit machten 2025 allerdings nur 8,3 Prozent der Eltern Gebrauch. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.