Datum16.04.2026 06:03
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Irankrieg treibt nicht nur Energiepreise, sondern auch die Lebensmittelkosten in Deutschland in die Höhe. Die US-Blockade der Straße von Hormus, durch die wichtige Rohstoffe transportiert werden, verschärft die Inflation. Dies betrifft besonders China, das auf iranisches Öl angewiesen ist. Die ZEIT analysiert die ökonomischen Auswirkungen und Chinas Rolle im Konflikt.
InhaltNicht nur Benzin und Öl, auch die Lebensmittel könnten durch den Irankrieg teurer werden. Woran liegt das? Und: US-Blockade der Straße von Hormus setzt China unter Druck. Gut sechs Wochen nach dem israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran wird immer wahrscheinlicher, dass dieser Konflikt die Inflation in Deutschland in die Höhe treibt – und das nicht nur vorübergehend. Glaubt man den Prognosen, wird schon bald auch der Einkauf im Supermarkt teurer. Bereits jetzt hat sich die Inflation sprunghaft erhöht, von 1,9 Prozent im Februar auf 2,7 Prozent im März (jeweils im Vergleich zum Vorjahr). Es lässt sich nicht prognostizieren, wie lange die Spannungen im Nahen Osten anhalten werden. Bisher ließ der Krieg vor allem die Preise für Öl und Gas nach oben schnellen, weil große Mengen dieser Rohstoffe normalerweise durch die infolge des Krieges blockierte Straße von Hormus transportiert werden. Warum werden nun auch Lebensmittel teurer? Dazu hat der stellvertretende Wirtschaftsressortleiter der ZEIT, Kolja Rudzio, recherchiert. Seit Montag blockieren die USA den iranischen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Es kann erwartet werden, dass diese Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump nicht nur das iranische Regime unter Druck setzt, sondern auch zulasten von Chinas Wirtschaft gehen wird. Die Volksrepublik China ist Hauptabnehmer des iranischen Rohöls – und agierte im Nahostkonflikt bisher recht zurückhaltend. Die chinesische Führung kritisierte die Aggressoren USA und Israel öffentlich, rügte aber auch den Iran für dessen Angriffe auf die Golfstaaten. Könnte sich China nun gezwungen sehen, auf die iranische Führung einzuwirken, sodass diese ihr umstrittenes Atomprogramm aufgibt? ZEIT-Chinakorrespondent Jens Mühling ordnet die Rolle Chinas im Irankrieg ein. Und sonst so? Orgel-Banger Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Susanne Hehr und Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.