Datum15.04.2026 20:00
Quellewww.zeit.de
TLDRAb Anfang Mai entlastet ein zweijähriger Verkehrsversuch in Sachsen Orte entlang der A4 vom Schwerverkehr. Die Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 werden für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Ziel ist weniger Lärm, Abgase und eine Schonung der Straßen, insbesondere kritisch belasteter Brücken. Die Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und den Fernverkehr auf die Autobahnen lenken.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sachsen“. Lesen Sie jetzt „Verkehrsversuch soll Orte vom Schwerverkehr entlasten“. In Sachsen sollen mehrere Orte entlang der Autobahn 4 vom Durchgangs- und Schwerverkehr entlastet werden. Bei dem auf zwei Jahre angelegten Verkehrsversuch werden die Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 in den Landkreisen Mittelsachsen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt, wie das sächsische Infrastrukturministerium mitteilte. Für die Menschen soll der Verkehrsversuch zu weniger schweren Fahrzeugen in den Ortslagen und zu mehr Sicherheit auf alltäglichen Wegen führen. Ziel ist außerdem eine geringere Belastung durch Lärm und Abgase. Zugleich sollten Straßen und Bauwerke vor weiterer zerstörerischer Beanspruchung geschützt werden, hieß es. Insbesondere bei einigen Brückenbauwerken seien bereits kritische Zustände erreicht. Die Beschilderung auf den betroffenen Strecken wird den Angaben zufolge durch die Straßenmeistereien der Landkreise bis spätestens Ende April aufgestellt. Der Verkehrsversuch soll auf wissenschaftlicher Grundlage belegen, ob die Beschränkungen die Verkehrssicherheit erhöhen. "Fern- und Schwerverkehr gehört auf die dafür vorgesehenen Autobahnen und nicht in kleine und kleinste Ortschaften, in denen Kinder zur Schule gehen, Busse fahren, Rettungswege frei bleiben müssen", erklärte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Man wolle eine spürbare Entlastung für die Menschen in den Orten rund um die Autobahn bei Wilsdruff schaffen. Die Verkehrsteilnehmer sollen frühzeitig auf den Autobahnen A4 und A14 an den betroffenen Anschlussstellen auf die Beschränkungen auf den drei Staatsstraßen hingewiesen werden. Die Informationen zu den Tonnagebeschränkungen werden den Angaben zufolge auch in digitale Verkehrsinformationssysteme wie etwa Navigationssysteme einbezogen. © dpa-infocom, dpa:260415-930-950272/1