BBC: Sparpläne in der Krise treffen offenbar 2000 Beschäftigte

Datum15.04.2026 18:38

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie BBC plant, ihre Kosten um zehn Prozent zu senken, was zum Wegfall von 2000 Stellen führen könnte. Diese Sparmaßnahmen sind Teil eines größeren Einsparkonzepts von mehreren hundert Millionen Pfund. Ursachen für die Krise sind unter anderem sinkende Einnahmen aus der Rundfunkgebühr und eine Verleumdungsklage von Donald Trump. Die nun angekündigten Stellenstreichungen sind die größten seit 2011.

InhaltDer öffentlich-rechtliche Rundfunk im Vereinigten Königreich steckt in einer existenziellen Krise. Hunderte Millionen Pfund sollen eingespart werden. Das soll auch die Belegschaft treffen. Die BBC plant Medienberichten zufolge ein massives Sparprogramm. 2000 Stellen sollen gestrichen werden, um die Kosten der britischen Rundfunkanstalt über die kommenden drei Jahre um zehn Prozent zu reduzieren, berichten mehrere britische Medien. Die Sendeanstalt hatte bereits Einsparungen in Höhe von 600 Millionen Pfund (690 Millionen Euro) angekündigt, aber keine Angaben dazu gemacht, wie sich diese auf die Arbeitsplätze auswirken wird. Laut dem "Guardian"  handelt es sich um die größten Stellenstreichungen seit 2011. Unter anderem wegen einer Verleumdungsklage von Donald Trump steckt die BBC in einer Krise. Der US-Präsident fordert mindestens zehn Milliarden Dollar Schadensersatz wegen einer von der BBC ausgestrahlten Dokumentation. Darin waren Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 so zusammengeschnitten, dass der Eindruck entstand, er habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf das Kapitol aufgerufen. Die Schwierigkeiten der BBC verschärften sich zuletzt durch einen Rückgang der Einnahmen aus der Rundfunkgebühr. Immer Menschen in Großbritannien hinterfragen das System. Auch häufen sich Betrugsfälle. Die Gebühr beträgt derzeit 174,50 Pfund (rund 200 Euro) pro Jahr. Warum es in der Krise bei der BBC längst nicht mehr nur um eine schlecht geschnittene Trump-Rede geht, lesen Sie hier .