Datum15.04.2026 17:34
Quellewww.spiegel.de
TLDRJan van Aken tritt im Juni aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender der Linken zurück. Er betont, dass die Krankheit nicht lebensbedrohlich sei, er sich aber stärker um seine Gesundheit kümmern müsse. Van Aken wird sein Bundestagsmandat bis zum Ende der Legislatur behalten und der Partei weiterhin zur Verfügung stehen. Er bedauert die Trennung von seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner, mit der er 2024 gewählt wurde und die Partei auf soziale Themen und Haustürwahlkampf ausrichtete. Trotz Erfolgen gab es Kritik bezüglich der Moderation des Nahost-Konflikts innerhalb der Partei.
InhaltNoch im Januar hatte Jan van Aken bekundet, erneut in der Doppelspitze mit Ines Schwerdtner antreten zu wollen. Nun teilt er mit, sein Amt als Linkenchef abzulegen – aus gesundheitlichen Gründen ab Juni. Der Co-Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, wird sein Amt im Juni zum Parteitag niederlegen. "In der nächsten Zeit werde ich mich verstärkt um meine Gesundheit kümmern müssen", teilte van Aken mit. Es bestehe jedoch kein Grund zu größerer Sorge: Es handle sich um keine lebensbedrohliche Krankheit. Ganz abtreten aus dem politischen Betrieb will der Politiker allerdings nicht. Sein Mandat im Bundestag wird er bis zum Ende der Legislatur ausüben und weiterhin der Partei zur Verfügung stehen – "im Rahmen des dann Möglichen", schrieb van Aken. Der Schritt falle ihm schwer, er werde "die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ines vermissen". Van Aken wurde gemeinsam mit Ines Schwerdtner im Herbst 2024 zum neuen Vorsitzenden der damals strauchelnden Linken gewählt. Das Duo verordnete der Partei mehr Haustürwahlkampf und eine Fokussierung auf soziale Themen. In der Partei sehen viele den Erfolg der Linken bei der Bundestagswahl auch als Verdienst der beiden Vorsitzenden. Zugleich gerieten beide immer wieder in die Kritik, den Nahost-Streit in der Linken nicht ausreichend zu moderieren. Noch Ende Januar dieses Jahres hatte van Aken an der Seite von Schwerdtner bekundet, erneut für die Doppelspitze kandidieren zu wollen. Der Parteitag findet Mitte Juni in Potsdam statt.