Stuckrad-Barre ließ sich Lindenbergs Spitznamen in den Ausweis eintragen

Datum15.04.2026 08:02

Quellewww.spiegel.de

TLDRBenjamin von Stuckrad-Barre, glühender Udo-Lindenberg-Fan, ließ seinen Spitznamen "Stuckiman", den er von Lindenberg erhielt, offiziell in seinen Personalausweis eintragen. Dies beschreibt er als eine humorvolle Verbindung von Bürokratie und Udo-Spirit. Stuckrad-Barre, der bereits ein Buch über Lindenberg veröffentlichte, plant eine aktualisierte Neuauflage seines "Udo-Lexikons" kurz vor Lindenbergs 80. Geburtstag.

InhaltUdo Lindenberg hat viele Fans – einer seiner größten ist nach eigenem Bekunden Benjamin von Stuckrad-Barre. Um seinem Idol ein Denkmal zu setzen, ließ sich der Autor den vom Panikrocker für ihn gewählten Spitznamen behördlich absegnen. Seit seiner Kindheit ist Benjamin von Stuckrad-Barre bekennender Udo-Lindenberg-Fan. In seinem Bestseller "Panikherz" beschrieb der Autor ihn als "großen Bruder", dessen Musik ihn geprägt habe. Lindenberg soll ihm sogar in einer schweren, durch Drogenmissbrauch befeuerten Lebenskrise beigestanden haben. 2016 hat Stuckrad-Barre ein Buch über Lindenberg veröffentlicht. Eine Art Udo-Lexikon von A bis Z. Allerdings war die kleine Auflage schnell ausverkauft. Deshalb soll nun, zehn Jahre später und kurz vor dem 80. Geburtstag Lindenbergs am 17. Mai, eine ergänzte und aktualisierte Auflage erscheinen: "Udo Fröhliche – Alles über Udo Lindenberg – von Alkohol bis Zigarre". "Udo ist nun mal eine Jahrhundertfigur", sagt Stuckrad-Barre. Er betrachte es als seine Aufgabe, "von Udo zu erzählen und festzuhalten, wer er ist". In dem Buch geht es um naheliegende Kernthemen eines Künstlerlebens: Alkohol, Cello, Doppelgänger, Eierlikör, Hut, Jetlag, Panik, Reeperbahn, Rollschuhe, Sonnenbrille, Wortschöpfungen und Zigarre. Lindenberg ist zudem bekannt dafür, dass er seinen Freunden und Bekannten Spitznamen verpasst. "Meiner ist Stuckiman", sagt Stuckrad-Barre. "Den mag ich so gerne, dass ich ihn sogar als Künstlernamen in meinen Ausweis habe eintragen lassen." Er habe den "Udo-Spirit" in ein beglaubigtes staatliches Dokument reinbringen wollen, weil sich das so widerspreche: "Bürokratie und Udo – das sind ja zwei Antipoden." Die Frau vom Einwohnermeldeamt sei wenig angetan von der Idee gewesen: "Ja sehr witzig, das kann ja jeder sagen, Udo nennt mich soundso. Das lassen wir mal schön bleiben." Aber dann habe er sie gebeten, das mal bei Google einzugeben, und es habe viele Treffer gegeben. Daraufhin habe sie ihm den Gefallen getan. "Seit 2018 steht also in meinem Ausweis Stuckiman."