Diskussion um Gastgeber: Watzke: »Keine überschäumende Freude« vor WM-Start

Datum15.04.2026 07:50

Quellewww.zeit.de

TLDRDFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke empfindet vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko keine überschäumende Freude. Gründe dafür sind gesellschaftliche und politische Umstände, wie die Politik von US-Präsident Trump. Watzke lehnt einen Boykott ab und plädiert dafür, sich auf den Sport zu konzentrieren, der Menschen zusammenführt. Dem deutschen Team traut er zu, "viel erreichen" zu können, auch wenn es nicht zu den Topfavoriten zählt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Diskussion um Gastgeber“. Lesen Sie jetzt „Watzke: "Keine überschäumende Freude" vor WM-Start“. Bei DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mag angesichts gesellschaftlicher und politischer Themen keine rechte WM-Stimmung aufkommen. Dem Nationalteam traut Watzke aber zu, "viel erreichen" zu können. Knapp zwei Monate vor dem Start der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat der 66 Jahre alte Präsident von Borussia Dortmund aber noch gemischte Gefühle.  "Ich hatte mich wirklich extrem darauf gefreut", sagte Watzke im Interview der "Ruhr Nachrichten": "Durch die ganzen Umstände empfinde ich jetzt aber keine überschäumende Freude." Genau begründete Watzke dies jedoch nicht. Wegen der umstrittenen Politik von US-Präsident Donald Trump und des Iran-Krieges hatte es zuletzt immer mal wieder Forderungen nach einem WM-Boykott gegeben. Davon hält der Multi-Funktionär nichts. "Wenn wir klug sind, dann überlassen wir die politischen Bewertungen den Politikern und konzentrieren uns auf den Sport. Denn der Sport hat auch eine Aufgabe: Menschen zusammenzuführen – auch über Landesgrenzen hinweg", sagte Watzke, der auch Ligapräsident der Deutschen Fußball Liga ist. Er erhoffe sich von Fans, die in die USA reisen einen "Austausch" mit den US-Bürgern. "Und vielleicht merken die Menschen dort auch, dass es hier Leute gibt, die sich Sorgen um die USA machen." Deutschland gehöre sportlich zwar "sicherlich nicht zu den zwei oder drei absoluten Top-Favoriten". Aber das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann sei "in der Gruppe der Mannschaften, die sich innerhalb eines Turniers in einen Flow spielen und dann auch viel erreichen können. Wir haben eine sehr ordentliche Mannschaft." © dpa-infocom, dpa:260415-930-946582/1