Sonntagsfrage: Umfrage: SPD und AfD in Berlin gleichauf - CDU führt

Datum15.04.2026 07:43

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Sonntagsfrage zur Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht die CDU mit 21% vorn. SPD und AfD liegen mit je 17% gleichauf, gefolgt von Grünen und Linken (je 15%). Eine Fortführung der aktuellen CDU-SPD-Koalition wäre rechnerisch nicht möglich. Dreierbündnisse werden als wahrscheinlich erachtet, eine Beteiligung der AfD gilt als unwahrscheinlich. Die FDP und das BSW scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sonntagsfrage“. Lesen Sie jetzt „Umfrage: SPD und AfD in Berlin gleichauf - CDU führt“. Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus deutet einer Umfrage zufolge weiter vieles darauf hin, dass die Hauptstadt künftig von einem Dreierbündnis regiert wird. Laut einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von "B.Z." liegt die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner mit 21 Prozent vorn, gefolgt von SPD und AfD mit jeweils 17 Prozent. Dahinter folgen Grüne und Linke mit jeweils 15 Prozent.Auf Basis dieser Werte könnte die Koalition aus CDU und SPD mangels Mehrheit nicht weiter regieren. Möglich wären Dreierbündnisse etwa aus CDU, SPD und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken. Eine Regierungsbeteiligung der AfD ist sehr unwahrscheinlich, weil mehrere Parteien eine Zusammenarbeit ausgeschlossen haben. Die FDP (3 Prozent) liegt in der aktuellen Umfrage ebenso unter der Fünf-Prozent-Hürde wie das BSW (4 Prozent). Sonstige Parteien vereinen zusammen 8 Prozent auf sich. Im Vergleich zu einer Erhebung Ende Februar gab es über alle Parteien hinweg kaum Bewegungen.  Zum Vergleich: Bei der Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2023 war die CDU mit 28,2 Prozent der Zweitstimmen der klare Sieger. SPD und Grüne kamen auf jeweils 18,4 Prozent, wobei die Sozialdemokraten wenige Stimmen mehr hatten. Die Linke bekam 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Die FDP flog mit 4,6 Prozent aus dem Abgeordnetenhaus. Für die aktuelle Insa-Umfrage wurden 1.000 Menschen vom 7. bis 14. April befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei rund drei Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. © dpa-infocom, dpa:260415-930-946571/1