Datum15.04.2026 06:50
Quellewww.zeit.de
TLDRDonald Trump kritisiert Papst Leo XIV. scharf, nachdem dieser zu einem Ende der Kriege aufgerufen hatte. Trump fordert den Papst auf, stattdessen die Tötung von 42.000 Demonstranten im Iran zu verurteilen und die Verhängung von Atomwaffen zu verhindern. Die USA und Israel hatten Anfang des Jahres einen Krieg gegen den Iran begonnen, um dessen Atomprogramm zu stoppen. Proteste im Iran, die sich gegen die Regierung richte, waren gewaltsam niedergeschlagen worden. Der Papst hatte zuvor Trumps harte Rhetorik gegen den Iran verurteilt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Streit mit Papst Leo XIV.“. Lesen Sie jetzt „Trump nach Papst-Kritik: Iran tötete 42.000 Demonstranten“. Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. "Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?", schrieb Trump am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei "absolut inakzeptabel", dass der Iran über eine Atombombe verfüge. Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen, unter anderem mit dem Ziel, das Atomprogramm Teherans und damit auch die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu verhindern. Derzeit gilt eine zweiwöchige Waffenruhe. Ende Dezember hatten Protesten begonnen, die zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Papst Leo XIV. hatte am Sonntag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo - der erste Papst aus den USA - ungewöhnlich scharf und nannte sie "wirklich inakzeptabel". Seitdem hört die Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf. © dpa-infocom, dpa:260415-930-946460/1