Champions League: Vier bedrohte Bayern: Kompany plädiert für Gelb-Reform

Datum15.04.2026 05:55

Quellewww.zeit.de

TLDRDer FC Bayern steht im Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid vor dem Problem, dass vier Stammverteidiger (Neuer, Tah, Upamecano, Laimer) gelb-vorbelastet sind. Trainer Kompany kritisiert die UEFA-Regel, die Verwarnungen erst nach dem Viertelfinale streicht, als zu hart und fordert eine Reform. Er argumentiert, dass die erhöhte Anzahl an Spielen im neuen Format die Gelb-Sperren zu hart bestraft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Champions League“. Lesen Sie jetzt „Vier bedrohte Bayern: Kompany plädiert für Gelb-Reform“. Der FC Bayern geht mit gleich vier von einer Gelb-Sperre bedrohten Defensiv-Stammkräften ins Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid. Torwart Manuel Neuer, die Innenverteidiger Jonathan Tah und Dayot Upamecano sowie Außenverteidiger Konrad Laimer müssten im Falle einer weiteren Verwarnung am Abend (21.00 Uhr/DAZN) in München bei einem Einzug ins Halbfinale im Hinspiel gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain zuschauen. Das ruft Trainer Vincent Kompany auf den Plan. Der 40 Jahre alte Belgier würde sich von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eine Regeländerung wünschen.  "Ich finde es schon ganz schwierig, ohne Sperre durch diese Champions-League-Runde zu kommen. Wir haben jetzt mehr Spiele - und trotzdem ist ein Spieler nach drei Gelben Karten gesperrt. Wenn du so weit im Wettbewerb kommst als Innenverteidiger und hast nur drei Gelbe Karten bekommen, hast du eigentlich einen ganz guten Job gemacht. Und trotzdem kannst du gesperrt werden für das Halbfinale. Das finde ich schon hart", erklärte der ehemalige Weltklasse-Verteidiger. "Diese Sperre-Regel ist etwas zu aggressiv", argumentierte Kompany. In der Ligaphase gibt es nach der Champions-League-Reform acht Partien statt wie früher sechs in der Gruppenphase. Dazu kann es zu zwei Playoff-Partien nach der Vorrunde kommen. Kompany würde sich darum wünschen, dass das Reglement bei Gelb-Sperren geändert würde. "Ich finde die Strafe zu hart." Die angesammelten Verwarnungen werden erst nach dem Viertelfinale gestrichen.  Bayern-Kapitän Neuer hatte beim 2:1 im Hinspiel gegen Real Madrid wegen Zeitspiels seine zweite Gelbe Karte gesehen, Nationalverteidiger Tah wegen eines Foulspiels. Upamecano und Laimer waren schon davor vorbelastet. Eine drohende Sperre sei "immer im Hinterkopf", sagte der 40 Jahre alte Neuer. "Es zählt aber, das Spiel gegen Real zu gewinnen. Am besten ist es so, dass jeder versucht, die Aktionen intelligent zu spielen, dass man keine unnötigen Fouls macht, sich nicht eine unnötige Gelbe Karte holt. Aber wir haben auch in diesen Situationen erfahrene Spieler", sagte der Münchner Kapitän. Eine wichtige Rolle spiele auch der Schiedsrichter. "Es gibt Situationen, wo der Schiedsrichter entscheiden muss, ist es Gelb, ist es kein Gelb", sagte Neuer. Der Referee wisse aber auch im Vorfeld Bescheid über die möglichen Konsequenzen für einzelne Akteure. Das Bayern-Heimspiel gegen Real leitet der international sehr erfahrene Slowene Slavko Vinčić. © dpa-infocom, dpa:260415-930-946326/1