Datum15.04.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRTrotz des beendeten Pilotenstreiks muss die Lufthansa weiterhin mit zahlreichen Flugausfällen rechnen. Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline streiken bis Donnerstag für bessere Arbeitsbedingungen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kündigte weitere Streiks für Donnerstag und Freitag an, einschließlich Eurowings. Gleichzeitig schlägt VC eine Schlichtung vor, der die Lufthansa zustimmte. Die Streiks überschatten das 100. Jubiläum der Lufthansa und finden zeitgleich mit Protestkundgebungen der Gewerkschaften statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Flugausfälle und Feierstunde“. Lesen Sie jetzt „Lufthansa-Streiks gehen weiter - Flugbegleiter übernehmen“. Passagiere der Lufthansa müssen trotz des beendeten Pilotenstreiks auch an diesem Mittwoch mit zahlreichen Flugausfällen rechnen. Seit Mitternacht befinden sich die rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa und ihrer Regionaltochter Cityline im Ausstand. Zu dieser Streikwelle des fliegenden Personals bis einschließlich Donnerstag hat die Kabinengewerkschaft Ufo aufgerufen. Sie will in dem Tarifkonflikt bessere Arbeitsbedingungen im Manteltarif erreichen. Vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München dürften erneut hunderte Flüge ausfallen. Zudem kündigte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) schon die nächsten Streiks bei der Lufthansa an: So soll ein Ausstand am Donnerstag und Freitag die Kerngesellschaft Lufthansa, die Frachtgesellschaft Cargo AG und die Regionalgesellschaft CityLine treffen. Der Ferienflieger Eurowings soll ferner am Donnerstag bestreikt werden. Zugleich schlägt VC ein Schlichtungsverfahren vor, um den Tarifkonflikt zu lösen, wozu die Lufthansa sich grundsätzlich bereit erklärte. Die Streiks überschatten damit den Festakt zu "100 Jahre Lufthansa". In das neue Besucherzentrum "Hangar One" sind unter anderen Kanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU) geladen. Ufo rief zu einer Protestkundgebung auf, um nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen die "Politik der harten Hand" im Unternehmen zu setzen. Auch die Pilotengewerkschaft forderte ihre Mitglieder auf, an der Kundgebung teilzunehmen. Sie kämpft um höhere Betriebsrenten. © dpa-infocom, dpa:260415-930-946096/1