Datum14.04.2026 22:16
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie USA melden Erfolge bei ihrer Seeblockade im Golf von Oman, die auf Irans Ölexporte abzielt. Innerhalb von 24 Stunden wurden sechs Handelsschiffe zum Umkehren gezwungen. Ein großes US-Militäraufgebot ist im Einsatz, um den Schiffsverkehr zu iranischen Häfen zu unterbinden. Diese Maßnahme, die nach gescheiterten diplomatischen Gesprächen begann, soll Teheran wirtschaftlich unter Druck setzen und dessen Öleinnahmen sowie die Erhebung von Durchfahrtsgebühren durch die strategisch wichtige Straße von Hormus eindämmen.
InhaltMehrere Schiffe gestoppt, umfangreiche Militärpräsenz im Einsatz: Das US-Militär kündigt den Erfolg seiner Seeblockade im Golf von Oman an. Damit erhöht Washington den Druck auf Teheran – und nimmt Irans Ölexporte ins Visier. In den ersten 24 Stunden der neu verhängten Seeblockade hat das US-Militär eigenen Angaben zufolge sechs Handelsschiffe zum Kurswechsel gezwungen. Diese hätten iranische Häfen am Golf von Oman erneut anlaufen müssen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in einem Post auf der Plattform X mit. Zugleich betonte das US-Militär, bislang habe kein Schiff die Blockade durchbrechen können. Zur Durchsetzung dieser Maßnahme setzt es ein umfangreiches Aufgebot ein. Mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe, über 100 Kampf- und Aufklärungsflugzeuge sowie rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten sind demnach beteiligt. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die Seeblockade hatte am Montag begonnen. Das Ziel besteht darin, den Schiffsverkehr von und zu iranischen Häfen zu unterbinden. Dies betrifft sowohl Häfen am Persischen Golf als auch am Golf von Oman. Laut US-Angaben bleibt lediglich die Passage durch die Straße von Hormus unberührt, sofern Schiffe weder einen iranischen Start- noch Zielhafen haben. Vorausgegangen waren gescheiterte diplomatische Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad. US-Präsident Donald Trump hatte die Blockade daraufhin am Sonntag angekündigt. Mit dieser Maßnahme zielt Washington darauf ab, Teheran wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Einerseits will Washington verhindern, dass Iran Gebühren für die Durchfahrt durch die strategisch wichtigen Meerenge erhebt. Andererseits sollen die Öleinnahmen des Landes beschnitten werden. Dabei ist die Bedeutung der Straße von Hormus zentral. Ein erheblicher Teil der iranischen Ölexporte wird über diese Route abgewickelt, weshalb die Region entsprechend sensibel auf Einschränkungen des Schiffsverkehrs reagiert.