Ostsee: Belugawal offenbar in der Flensburger Förde entdeckt

Datum14.04.2026 21:40

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Belugawal wurde offenbar in der Flensburger Förde gesichtet. Das Tier, das normalerweise in arktischen Regionen lebt, hält sich Berichten zufolge seit Wochen zwischen Dänemark und Deutschland auf. Experten vermuten, dass der Beluga seinen Weg in die Ostsee gefunden hat und hoffen, dass er selbstständig in sicherere Gewässer zurückkehrt. Dies reiht sich ein in eine Serie ungewöhnlicher Walbeobachtungen an der Ostseeküste.

InhaltEin Wal vor der Insel Poel sorgt über Wochen hinweg für Schlagzeilen. Nun gibt es erneut einen seltenen Meeresbesucher, denn Medien berichten von einem Belugawal in den Gewässern vor Flensburg. Ein neuer, außergewöhnlicher Meeresgast sorgt derzeit im Norden Deutschlands für Aufsehen. In der Flensburger Förde ist offenbar ein Belugawal gesichtet worden. Dies berichten unter anderem die lokale Zeitung "Der Nordschleswiger"  und der dänische TV-Sender tvSyd . Demnach hält sich das Tier bereits seit mehreren Wochen in den Gewässern zwischen Dänemark und Deutschland auf. Der weiße Wal sei zunächst im Bereich des Årøsunds gefilmt und später weiter südlich beobachtet worden. Inzwischen soll er bis in die Flensburger Förde geschwommen sein. Experten gehen davon aus, dass es sich bei den Sichtungen um dasselbe Tier handelt. Belugawale leben normalerweise in arktischen und subarktischen Regionen, zum Beispiel vor Grönland oder rund um Spitzbergen. Dass sich ein einzelnes Tier in die Ostsee verirrt, ist zwar selten, kommt aber immer wieder vor. Fachleute führen dies unter anderem auf die Vorliebe der Tiere für küstennahe Gewässer zurück. Der aktuelle Fund reiht sich in eine Serie ungewöhnlicher Walbeobachtungen ein: Seit Wochen sorgt ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel bereits für Schlagzeilen und Anteilnahme. Der nun gesichtete Beluga soll hingegen bislang agil wirken. Experten schätzen, dass das Tier aus eigener Kraft wieder in offenere Gewässer zurückfinden könnte. Mit einer Länge von meist drei bis sechs Metern sind Belugawale deutlich kleiner als Buckelwale. Sie gelten als sehr soziale Tiere und sind für ihre auffällige weiße Färbung sowie ihre vielfältigen Lautäußerungen bekannt. Ob der Wal dauerhaft in der Ostsee bleiben wird, ist unklar. Hauptsächlich bestehen Risiken durch Fischernetze oder eine mögliche Orientierungslosigkeit in den engen Küstengewässern. Dennoch hoffen die Experten, dass das Tier seinen Weg zurück in sichere Lebensräume findet und in die tieferen Gewässer im Norden zurückkehrt.