Wirtschaft: Lindner und Grupp fordern bessere Bedingungen für Firmen

Datum14.04.2026 21:26

Quellewww.zeit.de

TLDREx-Finanzminister Christian Lindner und Unternehmerin Bonita Grupp fordern in Deutschland bessere Bedingungen für Unternehmen und Investitionen. Sie kritisieren Bürokratie, hohe Steuern, regulatorische Hürden, Energiepreise und Fachkräftemangel. Ziel sei es, Wachstum und Arbeitsplätze zu fördern und Kapital im Land zu halten. Grupp berichtete von aktuellen Investitionen Trigemas in Energieunabhängigkeit und Digitalisierung. Eine Expertin betonte Deutschlands Innovationskraft, hob aber die Schwierigkeit hervor, diese durch weniger Bürokratie und bessere Investitionsbedingungen zu halten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaft“. Lesen Sie jetzt „Lindner und Grupp fordern bessere Bedingungen für Firmen“. Der frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner und die Unternehmerin Bonita Grupp haben bei einer Veranstaltung in Hannover bessere Bedingungen für Unternehmen und Investitionen in Deutschland gefordert. Der 47-jährige Lindner kritisierte beim Kamingespräch der Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung vor allem Bürokratie, hohe Steuern und regulatorische Hürden. Lindner sagte, Geld und Arbeitszeit würden in Unternehmen zu oft durch neue Vorschriften gebunden statt für Wachstum und Jobs genutzt. "Der erste Schritt zum Abbau von Bürokratie ist der Verzicht auf neue", sagte der Ex-Politiker. Aus seiner Sicht brauche Deutschland attraktivere Investitionsbedingungen, damit Kapital und Wachstum nicht in andere Länder abwanderten. Grupp – Co-Geschäftsführerin des familiengeführten Textilherstellers Trigema – verwies auf hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und Probleme bei der Gewinnung von Beschäftigten. Die 36-jährige Tochter von Wolfgang Grupp schilderte die Lage des Unternehmens, das weiter in Deutschland produziert. Trigema investiere in mehr Energieunabhängigkeit, Digitalisierung und Automatisierung, sagte sie. Zugleich werde es schwieriger, Fachkräfte zu finden. In den kommenden Jahren gingen viele Beschäftigte in den Ruhestand. Die Politökonomin und Präsidentin der Hertie School, Cornelia Woll, betonte, Deutschland sei weiter innovativ. Die größere Schwierigkeit sei es, Innovationen im Land zu halten und weiterzuentwickeln. Dafür brauche es weniger bürokratische Hemmnisse und bessere Bedingungen für Investitionen in Europa. Christian Lindner war über ein Jahrzehnt Bundesvorsitzender der FDP. Heute ist er Unternehmer und Berater sowie Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Familienunternehmen und Politik. Der ehemalige Bundesminister ist seit wenigen Monaten stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG. © dpa-infocom, dpa:260414-930-945683/1