Datum14.04.2026 18:24
Quellewww.zeit.de
TLDRVincent Kompany bezeichnet die Ernennung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin als "Schlüsselmoment". Er hebt die historische Bedeutung hervor und betont, dass dies jungen Mädchen neue Perspektiven eröffnen könne. Tatjana Haenni von RB Leipzig lobt die Entscheidung als Meilenstein, betont aber, dass Fachkompetenz, nicht das Geschlecht, ausschlaggebend sei. Beide sind sich einig, dass eine solche Entwicklung Zeit braucht, da Fußball historisch männerdominiert war.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Eta-Beförderung: "Schlüsselmoment" für Bayern-Coach Kompany“. Vincent Kompany sieht in der Ernennung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin eine historische Dimension. "Das ist ein Schlüsselmoment", sagte der Trainer des FC Bayern München. "Es ist einfach zu sagen, sie ist ein Coach wie alle anderen. So müssen wir sie unter Kollegen behandeln. Aber letztlich ist es etwas Besonderes." Der 40-Jährige verwies bei seiner Einordnung auf den Nachwuchs. "Das eröffnet Möglichkeiten für kleine Mädchen, die gerade Fußball spielen und nun denken, ich könnte überall Trainerin werden, sehr erfolgreich sein und eine richtige Karriere haben. Diese Geschichten sind sehr wichtig", sagte Kompany. Am Sonntag war Eta nach der Freistellung von Steffen Baumgart zur Trainerin von Union befördert worden. Ein in der Fußball-Bundesliga bisher einmaliger Vorgang. Für Tatjana Haenni, Club-Chefin von RB Leipzig, ein "sehr schöner Meilenstein". "Union wird gute Gründe für diese Entscheidung haben, die nichts damit zu tun haben, dass sie eine Frau ist, sondern fachlich sehr gut", sagte die 59 Jahre alte Schweizerin der "Sport-Bild". Dass es bislang nicht mehr Frauen in der Bundesliga in ranghohe Positionen geschafft haben, hat ihrer Ansicht nach historische Gründe. "Das braucht Zeit. Der Fußball war historisch männergeführt, die Rolle der Frau war vor 40, 50 Jahren anders als heute", sagte Haenni und hob die Entwicklungen in den nordischen Ländern hervor. Man sei auf einem guten Weg. Von Frauenquoten hält Haenni wenig: "Es geht um die richtige Person." In einem Punkt wünscht sich Kompany allerdings, dass Eta "nicht wie ein Mann behandelt" werde. "Bei der Geduld. Im Trainer-Job gibt es nicht sehr viel Geduld aus den Führungsebenen", sagte der Belgier. Unions Geschäftsführer Horst Heldt hatte am Montag nicht ausgeschlossen, dass Eta auch über das Saisonende hinaus in der Verantwortung stehen könnte. © dpa-infocom, dpa:260414-930-945325/1