Schulen: Riedel bittet Lehrkräfte erneut um freiwillige Zusatzstunden

Datum14.04.2026 15:28

Quellewww.zeit.de

TLDRSachsen-Anhalts Bildungsminister Riedel bittet Lehrkräfte erneut um freiwillige Zusatzstunden für das kommende Schuljahr, um Unterrichtsausfall zu minimieren. Auch Teilzeitkräfte werden gebeten, ihre Stunden aufzustocken. Um attraktivere Bedingungen für ältere Lehrer zu schaffen, wird die Altersermäßigung für Unterrichtsstunden ab 2025 angepasst. Bis sinkende Schülerzahlen Verbesserungen bringen, betont Riedel die Notwendigkeit des Engagements der aktuellen Lehrkräfte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schulen“. Lesen Sie jetzt „Riedel bittet Lehrkräfte erneut um freiwillige Zusatzstunden“. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU) bittet die Lehrkräfte auch für das kommende Schuljahr um freiwillige Zusatzstunden, damit möglichst viel Unterricht abgedeckt werden kann. Wer in Teilzeit arbeite, möge in Abstimmung mit der Schulleitung seine Stunden aufstocken, sagte Riedel. "Die Schulleitungen werden in den kommenden Tagen auf die Kolleginnen und Kollegen zukommen." Für bis zu vier Zusatzstunden können sich Lehrkräfte melden.  Schon im laufenden Schuljahr hätten die Lehrkräfte dank der zusätzlichen Stunden dafür gesorgt, dass die Unterrichtsversorgung bei 93,7 Prozent lag statt bei 91,5 Prozent. Auch im neuen Schuljahr sollen die Zusatzstunden monatlich vergütet oder als Zeitguthaben angespart werden. Der Minister warb darum, Lehrer auch schulformübergreifend einzusetzen. An den Gymnasien sei die Unterrichtsversorgung oft deutlich besser als an Sekundar- und Förderschulen in der gleichen Gegend. Es müsse gelingen, das Arbeitsvermögen besser zu verteilen im Sinn eines fairen und gleichen Angebotes für die Schülerinnen und Schüler. Um mehr ältere Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen zu halten, wird ab dem kommenden Jahr die Altersermäßigung bei den Unterrichtsstunden erweitert. Bisher gibt es zwei Abminderungsstunden ab dem 62. Lebensjahr. Künftig können die Lehrkräfte schon ab dem 60. Lebensjahr eine Stunde weniger unterrichten, ab dem 62. Lebensjahr dann zwei und ab dem 65. Lebensjahr drei Stunden weniger. Der Hintergrund: zahlreiche Lehrkräfte erreichen die Regelaltersgrenze oder können schon jetzt eine vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen. Der Bildungsminister richtete den Blick auch über das kommende Schuljahr hinaus. Schneller als bisher erwartet gingen die Schülerzahlen zurück, beginnend an den Grundschulen. Bis Ende der 2020er/Anfang der 2030er Jahre würden erhebliche Verbesserungen spürbar und man könne wieder Diskussionen über die Qualität statt nur über die Quantität führen. Die Zeit bis dahin beschrieb Riedel als "harte Jahre", in denen man auf das zusätzliche Engagement der vorhandenen Lehrkräfte setze. © dpa-infocom, dpa:260414-930-944014/1