Baden-Württemberg: CDU und Grüne in Stuttgart wollen Koalitionsverhandlungen starten

Datum14.04.2026 10:26

Quellewww.zeit.de

TLDRCDU und Grüne in Baden-Württemberg haben sich auf Eckpunkte für eine Koalitionsbildung geeinigt und wollen nun Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Nach wochenlangen Sondierungen wurde ein Kompromisspapier erarbeitet, das voraussichtlich 40 Punkte umfasst und am Nachmittag vorgestellt wird. Die Grünen, Wahlsieger bei der Landtagswahl, beanspruchen das Ministerpräsidentenamt. Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition gilt als einzige realistische Option für eine Regierungsbildung, da eine Zusammenarbeit mit der AfD von den anderen Parteien ausgeschlossen wird.

InhaltGrüne und CDU in Baden-Württemberg wollen über die Bildung einer gemeinsamen Landesregierung verhandeln. Das Sondierungsergebnis soll am Nachmittag vorgestellt werden. Nach wochenlangen Sondierungen haben sich die Parteiführungen von Grünen und CDU in Baden-Württemberg auf Eckpunkte für eine neue Landesregierung geeinigt. Der Wahlsieger, Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir, und CDU-Landeschef Manuel Hagel einigten sich in der Nacht zum Dienstag auf einen Kompromiss, wie der SWR und die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Parteikreise berichteten. Laut SWR soll am Nachmittag in Stuttgart das Sondierungspapier mit etwa 40 Punkten vorgestellt werden. Zuletzt war es vor allem noch um die Frage gegangen, wie viele Ministerien der CDU zustehen. Die Sondierungsgespräche hatten am 24. März begonnen. Vor dem Auftakt hatte es bereits Treffen von Özdemir und Hagel gegeben. Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent stärkste Kraft geworden. Die CDU landete knapp dahinter bei 29,7 Prozent. Im neuen Landtag kommt es damit zu einem Patt: Beide Parteien kommen dort auf 56 Sitze. Wegen ihres knappen Sieges bei den Zweitstimmen beanspruchen die Grünen das Ministerpräsidentenamt für sich. Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition gilt derzeit als einzige realistische Option für eine Regierungsbildung. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die übrigen im Landtag vertretenen Parteien aus. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.