Datum14.04.2026 08:24
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Vizepräsident JD Vance hat Papst Leo XIV. geraten, sich aus der US-Politik herauszuhalten und sich stattdessen auf moralische Fragen zu konzentrieren. Dies geschah im Kontext einer Auseinandersetzung zwischen dem Papst, der zum Friedensschluss aufrief, und Präsident Trump, der die Außenpolitik des Papstes kritisierte. Vance verteidigte Trumps Umgang mit einem kontroversen Bild als Scherz. Das Verhältnis zwischen Papst und US-Präsident ist seit Längerem angespannt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zwist über Trumps US-Politik“. Lesen Sie jetzt „Vance: Papst soll sich auf moralische Fragen konzentrieren“. US-Vizepräsident JD Vance hat Papst Leo XIV. empfohlen, sich aus der amerikanischen Politik herauszuhalten. "In manchen Fällen wäre es das Beste für den Vatikan, sich auf moralische Angelegenheiten zu konzentrieren", sagte Vance in einem Interview des Senders Fox News am Montag (Ortszeit). Hintergrund ist ein scharfer Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Oberhaupt der Katholischen Kirche. Am Wochenende hatte Leo erneut verlangt, die aktuellen Kriege zu beenden und an die Regierenden appelliert, Frieden einkehren zu lassen. Trump hatte ihm darauf vorgeworfen, eine "schreckliche" Außenpolitik zu betreiben. Dass sich der Papst für die Dinge einsetze, die ihm wichtig sind, sei gut, aber die US-Politik solle er dem Präsidenten der Vereinigten Staaten überlassen, sagte Vance im Fox-News-Gespräch. Dass Trump und der Pontifex momentan Konflikte miteinander hätten, sei nichts, worüber er sich große Sorgen mache, erklärte der Republikaner, der vor einigen Jahren zum Katholizismus konvertiert war. Zu einem von Trump online veröffentlichten und später wieder gelöschten Bild, welches den US-Präsidenten als Heiland stilisierte, sagte er, Trump habe dies aus seiner Sicht "als Scherz gepostet", und dann schnell mitbekommen, dass "eine Menge Leute seinen Humor in dem Fall nicht verstehen". Kritiker warfen dem Präsidenten Blasphemie vor. Das Verhältnis zwischen dem Papst, Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken, und dem US-Präsidenten gilt bereits seit längerer Zeit als angespannt. Gleich nach seiner Wahl im Mai 2025 war der erste US-amerikanische Papst als "Anti-Trump" bezeichnet worden. © dpa-infocom, dpa:260414-930-941810/1