Energiekrise: IEA-Chef Fatih Birol sieht schwierigen April für die Weltwirtschaft

Datum14.04.2026 07:58

Quellewww.zeit.de

TLDRIEA-Chef Fatih Birol prognostiziert einen schwierigen April für die Weltwirtschaft und die Energiemärkte. Er warnt vor anhaltenden Engpässen, da seit Kriegsbeginn keine neuen Ladungen mehr über die Straße von Hormus, eine zentrale Handelsroute für Öl und Gas, transportiert wurden. Die Energiesicherheit sei eine globale Herausforderung, die sich mit fortlaufenden Lieferunterbrechungen verschärfe.

InhaltDie Herausforderung der Energiekrise dürfte in den kommenden Wochen größer werden, schätzt der Chef der Internationalen Energiebehörde. Fatih Birol warnt vor Engpässen. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, erwartet angesichts der weiterhin angespannten Lage im Irankrieg einen schwierigen Monat April für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft. Während im März noch Lieferungen aus der Region eingetroffen seien, die "lange vor Beginn der Krise verladen wurden", sei im April "nichts verladen worden", sagte Birol nach der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Damit dürfte die Lage erst einmal noch schlechter werden, sagte er. Birols Einschätzung nach steht die Welt vor einer großen Herausforderung in Bezug auf die Energiesicherheit. "Kein Land ist gegen dieses Problem immun", sagte er. "Je länger die Unterbrechung anhält, desto gravierender wird das Problem", fügte er mit Blick auf die Straße von Hormus hinzu. Die zentrale Handelsroute, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, ist seit Beginn des Krieges im Iran faktisch gesperrt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.