Datum14.04.2026 04:10
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Sachsen-Anhalt sank die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle 2025 auf vier, nachdem 2024 zwölf registriert wurden. Zwar ist der langfristige Trend rückläufig, doch die Ursachen sind oft vielfältig (fehlende Regelungen, Mängel, Fehlverhalten). Im Bergbau, wo 2025 ein tödlicher Unfall ereignete, dominieren Stolpern, Rutschen und Stürzen. Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle im Bergbau stieg 2025 leicht an.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Statistik“. Lesen Sie jetzt „Weniger tödliche Arbeitsunfälle in Sachsen-Anhalt 2025“. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Sachsen-Anhalt ist nach einem vergleichsweise hohen Stand im Jahr 2024 wieder deutlich gesunken. Das Landesamt für Verbraucherschutz in Halle registrierte 2025 vier Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. 2024 waren es zwölf gewesen, ähnlich viele waren es zuletzt im Jahr 2013 und davor. Grundsätzlich ist die Zahl der tödlichen Unfälle in Deutschland wie auch in Sachsen-Anhalt rückläufig. Die Arbeitsunfälle sind unerwartet und drastisch. Das spielte sich laut dem Landesamt bei den Vorfällen im vergangenen Jahr ab: Die Frage nach den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle lasse sich nicht pauschal beantworten, so der Sprecher des Landesamts. "Im Regelfall spielen mehrere Faktoren wie fehlende betriebliche Regelungen, fehlende Unterweisung, technische Mängel und persönliches Fehlverhalten zusammen." Gesondert wird der Bereich Bergbau erfasst. Das zuständige Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt erklärte, die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle im Bergbau seien sogenannte SRS-Unfälle: Stolpern, Rutschen oder Stürzen. Den jüngsten tödlichen Arbeitsunfall habe es am 17. September 2025 gegeben. Es war auch der einzige in dem Jahr. 2024 hatte es keinen gegeben. Die Zahl der Arbeitsunfälle insgesamt im Bergbau in Sachsen-Anhalt habe 2024 noch bei 49 gelegen und im vergangenen Jahr bei 63. "Ein langfristiger Trend ist nicht erkennbar. Die Zahlen bewegen sich auf gleichbleibendem Niveau, weisen aber Schwankungen auf", so eine Sprecherin. © dpa-infocom, dpa:260414-930-941259/1