Datum13.04.2026 20:24
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump löschte nach starker Kritik einen auf Truth Social geposteten Beitrag, der ihn als Jesus darstellte. Trump erklärte, er habe das Bild als Darstellung eines Arztes oder Mitarbeiters des Roten Kreuzes fehlinterpretiert. Kritiker warfen ihm Blasphemie und Narzissmus vor. Dieser Vorfall ereignete sich im Kontext einer Auseinandersetzung mit Papst Leo XIV.
InhaltArzt oder Heiland – Hauptsache Heiler. Donald Trump stellt sich auf Truth Social als Jesus dar, nun hagelt es Kritik. Der US-Präsident löscht den Post und schiebt das Ganze auf ein Missverständnis. US-Präsident Donald Trump hat sich auf Social Media als Heiland gezeigt, Gegenwind war ihm damit von diversen Seiten sicher. Nun versucht er, die massive Kritik an seinem Selbstbildnis als Jesus herunterzuspielen. "Ich habe es gepostet, und ich dachte, es zeige mich als Arzt", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Er sei davon ausgegangen, dass er als "Mitarbeiter des Roten Kreuzes" dargestellt worden sei. Auf die klare, dramatische Inszenierung des Bildes, die Künstler oft in religiösem Kontext nutzen, ging Trump nicht ein. Am Sonntagabend war auf Trumps Profil auf der Plattform Truth Social ein Bild veröffentlicht worden, das ihn als Jesus zeigt – kurz nach einem Disput mit Papst Leo XIV. Darauf ist Trump zu sehen, wie er eine Hand auf die Stirn eines liegenden Mannes legt. Um Trump herum blicken unter anderem ein Soldat und eine Krankenschwester zu ihm auf. Auch die US-Flagge, die Freiheitsstatue und ein Adler als Wappentier der Vereinigten Staaten sind zu sehen. Mittlerweile ist der entsprechende Beitrag samt Bild gelöscht. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Gegen das Selbstbildnis hatte sich in sozialen Medien massive Kritik formiert. Kritiker warfen dem Präsidenten Blasphemie und einen ausgeprägten Narzissmus vor. Neben politischen Widersachern wie dem Demokraten Bernie Sanders bekam Trump insbesondere aus religiösen Kreisen Gegenwind. Papst Leo XIV. hatte nach massiver Kritik von Trump deutlich gemacht, dass er sich vom US-Präsidenten nicht einschüchtern lassen will. "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung", sagte er. Zuvor hatte ihm der US-Präsident vorgeworfen, eine "schreckliche" Außenpolitik zu betreiben. Offensichtlich hatte sich Leo mit seinen wiederholten Appellen für ein Ende der aktuellen Kriege den Zorn des Weißen Hauses zugezogen. Auf der Plattform Truth Social schrieb Trump etwa, Leo sei nur ins Amt gekommen, weil man gehofft habe, dass ein Papst aus den USA besser mit ihm umgehen könne.