Datum13.04.2026 17:40
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Trump droht, iranische Schnellboote anzugreifen, sollten diese sich einer neuen US-Seeblockade in der Straße von Hormus nähern. Diese Blockade soll den Iran an der Erhebung von Durchfahrtgebühren und Ölexporten hindern, um den Druck auf Teheran zu erhöhen. Zuvor wurden die iranischen Boote nicht als ernste Bedrohung angesehen.
InhaltBislang haben die USA sie nicht ernst genommen. Nun will das Militär die schnellen Boote des Regimes attackieren, sollten sie sich der US-Blockade der Straße von Hormus nähern. Diese soll inzwischen in Kraft sein. US-Präsident Donald Trump droht damit, kleine Boote der iranischen Revolutionswächter auszuschalten, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße von Hormus nähern. Das US-Militär werde genau so agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bislang seien die USA noch nicht gegen die "Schnellangriffsschiffe" – so nannte Trump die Boote der Revolutionswächter – vorgegangen, weil diese "nicht als nennenswerte Bedrohung" erachtet worden seien. Die USA hatten im Krieg nach eigenen Angaben einen Großteil der iranischen Marine zerstört. Zugleich verfügen die Revolutionswächter über eine große Zahl kleiner, schneller Boote, die in gut versteckten Küstenstützpunkten stationiert sein sollen. Seit Herbst vergangenen Jahres versenkte das US-Regionalkommando Southcom im Pazifik und in der Karibik immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler und tötet dabei weit über 100 Menschen. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte angekündigt, am Montag ab 10 Uhr US-Ostküstenzeit (16 Uhr MESZ) bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge zu hindern. Betroffen seien Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel am Persischen Golf und am Golf von Oman. Trump will mit der Seeblockade verhindern, dass Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Das soll den Druck auf Teheran erhöhen. Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Entsprechend ist die Straße von Hormus für das Land enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.