Datum13.04.2026 16:28
Quellewww.zeit.de
TLDRDer FC St. Pauli hat als Antwort auf die Verleihung eines "Peace Prize" durch die FIFA an Donald Trump einen eigenen "Peace Prize" in den USA ins Leben gerufen. Dieser Preis ehrt Menschen, die sich für Solidarität und Teilhabe einsetzen. Erster Preisträger ist ein US-amerikanischer Barbetreiber, dessen Lokal als inklusiver Treffpunkt dient. St. Pauli kritisiert die Vereinnahmung des Fußballs für politische Zwecke durch Trump und sieht seine Aktion als Gegenentwurf.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Antwort auf Trump: St. Pauli verleiht "Peace Prize" in USA“. Unter anderem als Replik auf US-Präsident Donald Trump hat der Fußball-Bundesligist FC St. Pauli in den USA einen "Peace Prize" ins Leben gerufen. Erster Preisträger ist ein Barbetreiber aus Minnesota, dessen Lokal mit dem Namen "Black Hart of St. Paul" als Treffpunkt für Fußball-Fans und inklusiver Raum für die queere Community in der Stadt dient. Trump war im Dezember bei der Auslosung zur Fußball-WM von dem Weltverband FIFA mit einem Friedenspreis ("Peace Prize") ausgezeichnet worden. In den Augen der Hamburger war dies "ein Schritt, der den Fußball für politische Symbolik vereinnahmt hat". Die Aktion des FC St. Pauli sei "ein bewusster Gegenentwurf" dazu, heißt es in einer Mitteilung des Clubs. "Im Mittelpunkt stehen keine Machtfiguren, sondern Menschen, die im Alltag Verantwortung übernehmen und demokratische Teilhabe konkret stärken". St. Paulis Präsident Oke Göttlich hatte bereits im Januar in mehreren Interviews gefordert, zumindest über einen Boykott der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada zu diskutieren. Die Clubführung beklagt aktuell Entwicklungen in den USA, "in denen autoritäre Tendenzen und gezielte Einschränkungen von Rechten und Freiheiten zu beobachten sind". Als Reaktion darauf wolle der FC St. Pauli mit seinem "Peace Prize" Menschen und Initiativen würdigen, "die sich aktiv für Solidarität, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander einsetzen". Außerdem startete der Club eigens einen neuen Instagram-Kanal für die USA. © dpa-infocom, dpa:260413-930-940029/1