Datum13.04.2026 13:13
Quellewww.zeit.de
TLDREin stark verwester menschlicher Schädel wurde im Kreis Olpe entdeckt und wird nun obduziert. Ermittler prüfen, ob er zur im November getöteten 32-Jährigen gehört, deren Hände und Leiche zuvor gefunden wurden. Ein DNA-Abgleich zur Zuordnung und zur Klärung der Todesursache dauert an. Verdächtig ist der 41-jährige Lebensgefährte, der in Untersuchungshaft sitzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ermittlungen“. Lesen Sie jetzt „Stark verwester Schädel in Tüte - Untersuchungen dauern an“. Nach dem Fund eines menschlichen Schädels bei einer Müllsammelaktion im Kreis Olpe untersuchen Rechtsmediziner weiter, ob der Kopf zu einer im November getöteten 32-Jährigen gehört. Der stark verweste Schädel soll nach Angaben eines Polizeisprechers an diesem Montag obduziert werden. Ein DNA-Abgleich und damit eine mögliche Zuordnung zur getöteten Frau aus Eritrea könne aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zudem hoffen die Ermittler durch die Obduktion auch, Anhaltspunkte für die Todesursache zu finden, so der Sprecher weiter. Der Schädel war am Samstagmittag nahe der A4 in einem Waldstück bei Wenden im Kreis Olpe gefunden worden. Nach Angaben des Polizeisprechers hatten Teilnehmer einer Müllsammelaktion das Leichenteil in einer Plastiktüte an einer Böschung entdeckt und die Polizei verständigt. Der Verwesungsprozess sei bereits stark fortgeschritten. Bei einer Suche mit Spürhunden in dem Waldstück waren den Angaben zufolge keine weiteren Leichenteile gefunden worden. Der Fall der toten Frau, zu dem nun ein Zusammenhang geprüft wird, hatte Ende 2025 für Bestürzung gesorgt. Unweit des Fundortes vom Samstag waren Mitte November die abgetrennten Frauenhände auf der Autobahn gefunden worden. Durch die Fingerabdrücke hatten die Ermittler sie der 32-jährigen Frau zuordnen können. Sie hatte zuletzt in einem Flüchtlingsheim in Bonn gelebt. Ihr drei Monate altes Baby war unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden. Die Leiche war dann Anfang Dezember in einem Wald in Monreal (Rheinland-Pfalz) entdeckt worden. An dem Leichnam fehlten die Hände - und auch der Kopf. Unklar blieb bislang, wo die Frau getötet wurde. Tatverdächtig in dem Fall ist der 41 Jahre alte Lebensgefährt des Opfers. Er sitzt seit gut zwei Monaten wegen des Verdachts auf Totschlag in Deutschland in Untersuchungshaft, nachdem er aus Äthiopien ausgeliefert worden war. Zu den Vorwürfen hatte sich der Mann zunächst nicht geäußert. © dpa-infocom, dpa:260413-930-938499/1