Datum13.04.2026 09:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Angst vor einer Eskalation im Nahen Osten belastet den Dax, der spürbar im Minus startet. Grund ist das Scheitern der US-Iran-Friedensgespräche und Trumps angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus. Dies trieb den Ölpreis über 100 Dollar. Iran droht mit Vergeltung, sollte die Blockade umgesetzt werden.
InhaltDie drohende Eskalation im Nahen Osten verschreckt die Anleger. Der Dax geht mit einem spürbaren Minus in die Handelswoche. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran ist der Dax mit einem Minus gestartet. Der deutsche Leitindex verlor zum Handelsstart 1,02 Prozent auf 23.562 Punkte. Der Dax nähert sich damit seinem Niveau vor dem Kurssprung am vergangenen Mittwoch, als eine vorerst beschlossene Waffenruhe im Irankrieg für einen Kurssprung gesorgt hatte. An den Märkten wird eine neue militärische Eskalation in Nahost befürchtet. Ein wesentlicher Grund für die bröckelnden Kurse ist die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade, die für einen deutlichen Anstieg der Ölpreise sorgte. Bereits in der Nacht kostete ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni wieder mehr als 100 US-Dollar. Dies belastete bereits die Börsen in Asien und dürfte auch hierzulande seine Spuren hinterlassen. Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Trump eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Iran gab sich unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, auf der Plattform X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren". Die Revolutionswächter warnten Militärschiffe davor, sich der Straße von Hormus zu nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es.