Datum13.04.2026 08:17
Quellewww.spiegel.de
TLDRDas US-Militär hat fünf mutmaßliche Drogenschmuggler im Ostpazifik getötet. Laut Southcom standen die zwei angegriffenen Boote im Zusammenhang mit dem Drogenhandel. Seit Herbst 2025 geht das US-Militär unter der Regierung Trump weltweit gegen mutmaßliche Drogenlieferungen vor. Kritiker beanstanden die Völkerrechtskonformität und bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen. Seit Beginn der Operationen wurden mindestens 168 Menschen getötet, die Beweise für die Beteiligung der Getöteten am Drogenhandel sind laut Kritikern unklar.
InhaltDas US-Militär setzt seinen Kampf gegen mutmaßliche Drogenschmuggelboote fort: Bei einem erneuten Angriff im Ostpazifik sind fünf Menschen getötet worden. Das US-Militär hat bei einem Angriff auf zwei mutmaßliche Drogenschmuggler-Boote im östlichen Pazifik eigenen Angaben zufolge fünf Männer getötet. Die Boote hätten in Verbindung mit dem Drogenhandel gestanden, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Southcom auf der Plattform X mit . Ein "Narko-Terrorist" habe den Angriff am Wochenende überlebt. Auf Anordnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump geht das Militär seit Herbst vergangenen Jahres mit tödlichen Angriffen gegen Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik vor, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Sie stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen ein. Seit September 2025 haben die USA Dutzende Boote im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Bislang wurden dabei mindestens 168 Menschen getötet. Die Argumentation der US-Regierung ist, dass man sich in einem bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen befinde. Die US-Regierung hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Zwei Überlebende klammerten sich ans Wrack. Dann feuerten die Amerikaner noch mal. Mehr über mögliche US-Kriegsverbrechen in der Karibik lesen Sie hier .