Fußball-Bundesliga: Wegen Eta: Union wehrt sich gegen sexistische Kommentare

Datum13.04.2026 08:06

Quellewww.zeit.de

TLDRDer 1. FC Union Berlin verteidigt seine neue Cheftrainerin Marie-Louise Eta gegen sexistische Kommentare in den sozialen Medien. Nach ihrer Ernennung zur ersten Bundesliga-Trainerin, die Steffen Baumgart ablöst, gab es herablassende und unsachliche Äußerungen. Union Berlin kontert diese Beiträge direkt und betont, dass sie die 34-Jährige als "Fußballgöttin" feiern und hinter ihr stehen. Diese Maßnahme stieß bei vielen Nutzern und auch Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner auf positive Resonanz.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Wegen Eta: Union wehrt sich gegen sexistische Kommentare“. Nach der Beförderung von Marie-Louise Eta zur Trainerin des 1. FC Union Berlin hat sich der Fußball-Bundesligist in den sozialen Medien gegen sexistische Kommentare gewehrt. "Aber genau das bist du, ein Sexist", antworten die Köpenicker beispielsweise auf X auf einen herablassenden Beitrag eines Nutzers. Dieser hatte geschrieben: "Der Bundesliga Trainer, der gegen sie verliert, hat für immer sein Gesicht verloren. Es gibt, glaube ich, kaum etwas Peinlicheres." Die 34 Jahre alte Eta ist nach dem überraschenden Aus von Steffen Baumgart die erste Cheftrainerin im Oberhaus, sie übernimmt Unions Profiteam bis Saisonende. Im Internet wird der Personalwechsel kontrovers und manchmal unsachlich diskutiert. Die Union-Familie stehe hinter ihr, verteidigten die Köpenicker ihre Trainerin gegen Hasskommentare und bezeichneten sie als "Fußballgöttin". Von vielen Nutzern gab es dafür Lob.  Auf einen Beitrag, dass kein Spieler eine Frau ernst nehme, die von Taktik oder Fußball erzähle, antworteten die Eisernen: "Bei aller Liebe, aber das ist Sexismus." Zu den Personen, die ausschließlich positive Worte für den Meilenstein im Männer-Fußball fanden, gehörte unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. "Respekt und Anerkennung an den FC Union Berlin für diese Entscheidung. Ein starkes Signal für den Profifußball und für Frauen im Spitzensport", äußerte der CDU-Politiker. Dass Wegner den Doppelnamen der 34-Jährigen falsch schrieb und bei Louise den Buchstaben o vergaß, begründete er nach einem Hinweis des Bundesligisten so: "Da waren wir so überwältigt…". © dpa-infocom, dpa:260413-930-937103/1