Datum13.04.2026 07:47
Quellewww.zeit.de
TLDREin Forschungsteam der TU Darmstadt hat in Ecuador ermittelt, dass sich gerodete Regenwaldflächen schneller erholen als bisher angenommen. Nach Einstellung der Landwirtschaft wächst die Vegetation innerhalb von 30 Jahren auf über 90 Prozent des ursprünglichen Niveaus zurück. Drei Viertel der typischen Tier- und Pflanzenarten kehren ebenfalls zurück. Die erfolgreiche Regeneration hängt jedoch von der Nähe zu unberührten Wäldern ab, die als Quelle für die Ausbreitung dienen.
InhaltGerodete Regenwaldflächen erholen sich schneller als bisher vermutet. Zu dieser Erkenntnis kommt ein Team der TU Darmstadt aufgrund eines Forschungsprojekts in Ecuador. Ein internationales Forschungsteam hat positive neue Erkenntnisse für die Erholung gerodeter Regenwaldflächen gemacht. Nach der Einstellung landwirtschaftlicher Aktivität wachse die Vegetation wieder schneller als vermutet nach, schreibt eine Forschungsgruppe der Technischen Universität Darmstadt im Fachjournal Nature. Im Rahmen des Projekts beobachtete das Forschungsteam um Timo Metz und Nico Blüthgen verschiedene Flächen im Regenwald im Nordwesten von Ecuador. Die Flächen, die unter Naturschutz standen, unterschieden sich unter anderem hinsichtlich der vorherigen Nutzung und der Dauer, seit sie nicht mehr der Landwirtschaft dienten. Innerhalb von 30 Jahren erhole sich die Artenvielfalt auf über 90 Prozent des ursprünglichen Niveaus, berechneten die Studienautoren. Zudem kämen drei Viertel der typischen Tier- und Pflanzenarten wieder. Allerdings sei die Rückkehr nur möglich gewesen, da in der Region noch unberührte Wälder vorhanden waren, aus denen sich Tier- und Pflanzenarten zurück ausbreiten konnten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.