Datum13.04.2026 07:49
Quellewww.spiegel.de
TLDREon erwartet langfristig hohe Strom- und Gaspreise aufgrund gestiegener Beschaffungskosten am Energiemarkt. Filp Thon, Vorstandsvorsitzender von Eon Energie Deutschland, zufolge werden die Preise das Vorkrisenniveau nicht so schnell erreichen. Dies sei auf deutliche Preissteigerungen bei Gas- und Strombeschaffung zurückzuführen. Der Energieversorger, einer der größten in Deutschland, sieht darin einen klaren Trend, der die Diskussion über staatliche Dämpfungsmaßnahmen befeuert.
InhaltNach Überzeugung von Eon-Manager Thon werden die Preise für Strom- und Gas noch eine ganze Weile auf hohem Niveau bleiben. Der Manager befeuert damit die Diskussion über staatliche Dämpfungsmaßnahmen. Der Energieversorger E.on rechnet infolge des Irankriegs mit langfristig erhöhten Strom- und Gaspreisen. "So schnell wird das generelle Preisniveau, das wir vor dem Irankonflikt hatten, nicht zurückkehren", sagte Filip Thon, Vorstandschef der E.on-Vertriebstochter Eon Energie Deutschland, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Thon geht davon aus, dass die Preise an den Energiebörsen noch einige Zeit über dem Vorkrisenniveau liegen werden. Hintergrund seien deutlich gestiegene Kosten bei der Beschaffung. "Im Einkauf an den Energiebörsen haben sich die Preise für das laufende Jahr zwischenzeitlich beim Gas um 75 Prozent und beim Strom um 35 Prozent erhöht", sagte er. "Für das nächste Jahr haben wir schon Preisanstiege im Energiegroßhandel um 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom gesehen." Die kurzfristigen Schwankungen ließen sich zwar nicht eins zu eins auf die Tarife für Endkunden übertragen, sagte Thon. "Aber der allgemeine Trend ist klar." E.on ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen. In Deutschland ist das Unternehmen über zahlreiche Tochtergesellschaften außerdem der größte Strom-Verteilnetzbetreiber mit einem Anteil von rund einem Drittel der Netzlänge.