Gescheiterte Friedensgespräche mit Iran: Israel versetzt Armee in Gefechtsbereitschaft

Datum12.04.2026 15:53

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sind gescheitert, was laut Medienberichten Israel zu erhöhter militärischer Alarmbereitschaft veranlasst. Die israelische Armee bereitet sich auf eine mögliche kurzfristige Wiederaufnahme militärischer Auseinandersetzungen vor, obwohl eine Entscheidung für einen Einsatz noch aussteht. Israel und die USA seien bereit für eine erneute Eskalation des Konflikts.

InhaltDie Gespräche zwischen den USA und Iran sind gescheitert. Nun rechnet Israel Medienberichten zufolge mit einer "kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen". Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende stellt Israel sich nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen. Das Militär solle sich "auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten", hieß es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man prüfe den Bericht. Auch der israelische Kan-Sender berichtete unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Regierungsvertreter, Israel sei gemeinsam mit den USA bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen den Iran. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Samstag gesagt, die Kampagne im Iran sei weiterhin nicht beendet. Laut "ynet" hat die Armee Gefechtsvorbereitungen ähnlich wie vor den beiden Iran-Kriegen – dem jüngsten und dem im letzten Jahr – aufgenommen. Dabei würden "sämtliche Planungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigt". Es sei Anweisung erteilt worden, eine hohe Einsatzbereitschaft in allen Bereichen aufrechtzuerhalten, Reaktionszeiten zu verkürzen und operative Lücken zu schließen, hieß es weiter in dem Bericht.