Datum12.04.2026 13:43
Quellewww.zeit.de
TLDRDie AfD fordert die Reaktivierung der Nord-Stream-Pipelines 1 und 2 zur Gasversorgung Deutschlands. In ihrem Positionspapier betont die Partei die Notwendigkeit, neue Importabhängigkeiten zu vermeiden und bestehende Lieferwege zu nutzen. Jedoch gibt es aktuell keine Pläne zur Reparatur oder Wiederinbetriebnahme der Pipelines. Diese Forderung steht im Kontrast zu den Bemühungen der EU und Deutschlands, sich seit 2022 von russischem Erdgas unabhängig zu machen. Die AfD lehnt zudem den Ausstieg aus fossilen Energieträgern ab und plädiert für eine Rückkehr zur Kernenergie.
InhaltDie AfD plädiert dafür, Nord Stream 1 und 2 wieder in Betrieb zu nehmen. Man wolle "neue Importabhängigkeiten vermeiden". Pläne zur Reparatur gibt es bisher nicht. Die AfD-Bundestagsfraktion will die Nord-Stream-Pipelines wieder in Betrieb nehmen. Das geht aus einem Positionspapier der Partei hervor. "Wir werden die Versorgung mit Gas und Öl im deutschen Interesse weiter diversifizieren, neue Importabhängigkeiten vermeiden und die Inbetriebnahme vorhandener Lieferwege wie der Nord-Stream-Pipeline ermöglichen", heißt es darin. Das Positionspapier stammt aus der Klausurtagung, welche die AfD an diesem Wochenende in Cottbus abhält. Pläne für eine Reparatur oder gar Reaktivierung der Pipelines gibt es allerdings nicht. Die EU und Deutschland versuchen seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine 2022, sich von russischem Erdgas unabhängig zu machen und Russland mit Sanktionen wirtschaftlich zu beschränken. Im Dezember einigten sich die EU-Mitgliedstaaten auf ein komplettes Verbot für russische Gasimporte. Die beiden Erdgasleitung Nord Stream 1 und Nord Stream 2 waren für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden. Im September 2022 fanden Explosionen an den Pipelines statt. Im August 2025 war ein ukrainischer Tatverdächtiger in Italien festgenommen und später nach Deutschland überstellt worden. Das Positionspapier forderte neben der Nord-Stream-Reaktivierung auch eine Rückkehr zur Kernenergie. Außerdem sollen Kohle und Gas weiterhin zur Energiegewinnung genutzt werden, einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern lehnt die AfD ab. Zudem wolle man Subventionen für Wind- und Solarenergie beenden und eine Reihe an Gesetzen wieder abschaffen. Dazu zählen das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Netzausbaubeschleunigungsgesetz, das Klimaschutzgesetz und das Windenergieflächenbedarfsgesetz. Die Gesetze wurden eingeführt, um den Klimaschutz in Deutschland voranzutreiben.