Pflege: Mindesteigenanteil für Pflege fast so hoch wie Durchschnittsrente

Datum12.04.2026 11:09

Quellewww.zeit.de

TLDRDer monatliche Eigenanteil für Pflegeheimbewohner steigt stark an und nähert sich der Durchschnittsrente. 2024 beträgt er 920 Euro, Tendenz steigend. Der tatsächliche monatliche Eigenanteil liegt mit 3.245 Euro (im ersten Jahr) deutlich höher, da er auch Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten umfasst. Die Linke kritisiert dies und fordert eine Pflegevollversicherung, um Verarmung zu verhindern.

InhaltDer minimale Eigenanteil für Pflegeheime ist laut Bundesgesundheitsministerium deutlich gestiegen. Die Linke warnt vor Verarmung und fordert eine Pflegevollversicherung. Der Mindesteigenanteil für Pflegebedürftige in Heimen ist fast so hoch wie die im Durchschnitt ausbezahlte Rente. Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil lag demnach im Jahr 2024 bei 920 Euro pro Monat, im selben Jahr betrug der Rentenzahlbetrag 1.154 Euro, wie aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht. Zuerst hatte das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Zuletzt stieg der minimale Eigenanteil für die Pflegekosten der Antwort zufolge noch weiter: auf 1.028 Euro im Jahr 2025 und 1.104 Euro im Jahr 2026. Der tatsächliche Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz ist deutlich höher. Laut Verband der Ersatzkassen liegt er aktuell im Bundesdurchschnitt bei 3.245 Euro im ersten Aufenthaltsjahr. In ihm sind neben der Pflege auch Unterkunft, Essen und Investitionskosten enthalten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.