Datum12.04.2026 11:14
Quellewww.zeit.de
TLDR2040 will die europäische Raumfahrtagentur (Esa) eine permanente Forschungsstation auf dem Mond errichten. Europa war maßgeblich an der Nasa-Mission Artemis 2 beteiligt und strebt an, eigene Astronauten zum Mond zu schicken. Bereits 2028 sollen Astronauten mit Artemis 4 landen. Die Esa plant auch, 2030 den Mondlander Argonaut zu senden. Wichtige Forschungsbereiche umfassen Lebenserhaltungssysteme und Ressourcennutzung auf dem Mond.
InhaltDie europäische Raumfahrtagentur Esa war maßgeblich an der Nasa-Mondmission Artemis 2 beteiligt. Sie will künftig selbst Astronauten Richtung Mond schicken. Nach der jüngsten Nasa-Mondmission "Artemis 2" hat Europa eigene Pläne zur Erforschung des Monds. "Wir sind zurück im Spiel", sagte Daniel Neuenschwander, Direktor für astronautische und robotergestützte Raumfahrt bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Um den Mond, seine Ressourcen und das Zusammenwirken von Mond und Erde besser zu verstehen, sei das Ziel, vor 2040 eine permanente europäische Forschungsstation auf dem Mond zu errichten. Die USA seien als Partner weiter wichtig. Schon bald sollen auch europäische Astronauten bei einer Artemis-Mission dabei sein. Mit Artemis 4 sollen 2028 sogar Astronauten auf dem Mond landen. Esa-Chef Josef Aschbacher hatte vor Kurzem verkündet, Deutschland sei als erstes Land an der Reihe, wenn es um Esa-Astronauten für Mondmissionen gehe. Die Esa möchte 2030 mit dem unbemannten Mondlander Argonaut selbst Geräte zum Mond senden. Mitgebrachte Vehikel sollten sich dann über die Mondoberfläche bewegen, sagte Neuenschwander. Damit Astronauten auf dem Mond bleiben können, müsse man weiter an den Lebenserhaltungssystemen arbeiten. "Wie kann man Wasser aus dem Mond rausziehen, wie Sauerstoff generieren, wie die Crew vor Strahlen schützen? Wie kann man die Mondnacht überstehen, die eine Länge von 14 Erdtagen hat?", sagte er. Europa war maßgeblich an der jüngsten Mondmission Artemis 2 beteiligt. "Der aktuelle Flug zum Mond wäre ohne das Antriebssystem der Esa gar nicht möglich gewesen", sagte der Raumfahrtexperte. Die Esa hatte für die Mission das sogenannte European Service Module (ESM) geliefert, das die Astronauten unter anderem mit Sauerstoff, Wasser und Strom. Zudem stellte es den Antrieb für die "Orion"-Kapsel, in der sie zum Mond flogen. Bei der Artemis 2-Mission der US-Weltraumagentur Nasa waren vier Astronauten um den Mond geflogen und wieder auf der Erde gelandet. Seit 1972 war kein Mensch mehr in der Nähe des Mondes.