Demonstrationen: Aktivisten planen Blockaden rund um AfD-Bundesparteitag

Datum12.04.2026 11:03

Quellewww.zeit.de

TLDRAktivisten des Bündnisses "Widersetzen" planen für den AfD-Bundesparteitag in Erfurt am ersten Juli-Wochenende Blockaden, um die Anreise zu stören. Großdemonstrationen und Kundgebungen sind ebenfalls angekündigt. Das Bündnis erwartet in Erfurt Zehntausende Teilnehmer, ähnlich wie bei früheren Aktionen in Gießen. Die Organisatoren betonen friedliche Absichten, doch die Polizei rechnet mit einem Großeinsatz. Bereits im Vorfeld wurde über Strategien beraten, um Zufahrtswege zu blockieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demonstrationen“. Lesen Sie jetzt „Aktivisten planen Blockaden rund um AfD-Bundesparteitag“. Aktivisten haben rund um den AfD-Bundesparteitag am ersten Juli-Wochenende in Erfurt etliche Blockaden angekündigt. "Wir wollen die großen Straßen zu machen, sodass niemand zur Messe kommt", sagte Noa Sander vom Bündnis "Widersetzen". Es gehe dabei um Blockadeaktionen, Großdemonstrationen und Kundgebungen an unterschiedlichen Orten der Stadt. Los gehen solle es schon am frühen Freitagmorgen, um die Anreise zu stören.  Im Herbst beteiligten sich laut dem Bündnis bereits 15.000 Menschen an Blockaden beim Gründungstreffen der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Gießen. "Wir sind uns sicher, dass wir dieses Mal mehr werden." Die Polizei hatte damals von insgesamt rund 25.000 Demonstranten in der Stadt gesprochen - der Großteil habe friedlich demonstriert. "Widersetzen" kam damals auf insgesamt 50.000 Teilnehmer. In Erfurt rechnen die Sicherheitsbehörden schon jetzt mit Zehntausenden Demonstranten.  Es war in Gießen aber auch zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Aktivisten hatten damals Polizeigewalt beklagt, die Polizei ihrerseits berichtete von Dutzenden verletzten Beamten. Die Strategie von "Widersetzen" sei, mit Körpern den Weg dichtzumachen, so Sander weiter. "Von uns geht keine Eskalation aus." Die Polizei in Thüringen rufe er auf, deeskalierend zu wirken. Sander sagte aber auch: "Wer die AfD schützt, steht auf der falschen Seite." Rund 500 Menschen berieten Sander zufolge am Wochenende in Erfurt über Strategien für die Aktionen. In Gießen seien 19 Blockadepunkte in der Stadt identifiziert und dicht gemacht worden. "Ähnliches haben wir in Erfurt vor." © dpa-infocom, dpa:260412-930-934189/1