Datum12.04.2026 10:14
Quellewww.zeit.de
TLDRBei einer Müllsammelaktion in Wenden (Sauerland) wurde ein menschlicher Kopf gefunden. Eine Mordkommission ermittelt nun und prüft einen möglichen Zusammenhang mit dem Mordfall einer 32-jährigen Eritreerin. Deren Hände wurden bereits im November auf der A45 und ihr Körper später in Rheinland-Pfalz gefunden. Der Lebensgefährte der Frau befindet sich in Untersuchungshaft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bei Müllsammelaktion“. Lesen Sie jetzt „Mordkommission ermittelt nach Fund eines menschlichen Kopfes“. Einen menschlichen Kopf haben Menschen bei einer Müllsammelaktion in einem Wald in Wenden im Sauerland gefunden. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen nach dem Fund unweit der A4 auf, wie die Staatsanwaltschaft Siegen und die Polizei Hagen in NRW gemeinsam mitteilten. Ermittelt werde in alle Richtungen. So werde geprüft, ob es sich um den Schädel der 32-jährigen Eritreerin handelt, deren Hände bereits im November auf der A45 bei Olpe und deren Körper kurze Zeit später in einem Waldstück in Monreal in Rheinland-Pfalz gefunden worden waren. Die Ermittlungen dauerten nach dem Fund am Samstagmittag zunächst an, weitere Einzelheiten und Hintergründe wurden am Sonntag nicht genannt. Auch zur Frage, wo genau und in welchem Zustand der Kopf war, gab es am Wochenende keine weiteren Details. Der Fall der toten Frau, zu dem nun unter anderem ein Zusammenhang geprüft wird, hatte Ende 2025 für Bestürzung gesorgt. Unweit des Fundortes vom Samstag waren Mitte November die abgetrennten Frauenhände auf der Autobahn gefunden worden. Durch die Fingerabdrücke hatten die Ermittler sie der 32-jährigen Frau zuordnen können. Sie hatte zuletzt in einem Flüchtlingsheim in Bonn gelebt. Ihr drei Monate altes Baby war unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden. Die Leiche war dann Anfang Dezember in einem Wald in Monreal (Rheinland-Pfalz) entdeckt worden. An dem Leichnam fehlten die Hände - und auch der Kopf. Seit gut zwei Monaten sitzt der damals 41 Jahre alte Lebensgefährte des Opfers in Deutschland in Untersuchungshaft. Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den Mann ergeben, hatten die Ermittlungsbehörden mitgeteilt, ohne weitere Angaben zu machen. Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn wurde der Mann von Äthiopien ausgeliefert. Zuvor waren Ermittler der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft nach Afrika gereist, um den Tatverdächtigen nach Deutschland zu bringen. Er wurde Anfang Februar einem Haftrichter in Bonn vorgeführt. Der schickte ihn wegen des Verdachts auf Totschlag in U-Haft. Zu den Vorwürfen hatte der Mann sich zunächst nicht geäußert. Unklar blieb bislang, wo die Frau getötet wurde, die am 16. November 2025 ihre Unterkunft in Bonn verlassen hatte. © dpa-infocom, dpa:260412-930-933881/1