Energiepreise: Koalition setzt Gespräche über Entlastungen fort

Datum12.04.2026 08:57

Quellewww.zeit.de

TLDRDie schwarz-rote Koalition setzt die Gespräche über Entlastungen angesichts hoher Energiepreise fort. Nach einem Streit am Wochenende treffen sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD erneut. Die SPD, vertreten durch Finanzminister Klingbeil, fordert eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne zur Finanzierung von Bürgerentlastungen. Die CDU, durch Wirtschaftsministerin Reiche, kritisiert Klingbeils Vorschläge als teuer und wenig wirksam. Weitere Gespräche sind für Sonntag angesetzt, auch zu Steuer- und Sozialreformen.

InhaltDie Koalitionsspitzen beraten über Entlastungen angesichts hoher Energiepreise. Vor dem Wochenende war es zwischen CDU und SPD zu einem Streit gekommen. Nach dem Streit über mögliche Entlastungen von hohen Energiepreisen sind die Spitzen der Schwarz-Roten Koalition in Berlin zu Beratungen zusammengekommen. Ein Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), CSU-Chef Markus Söder und den beiden SPD-Chefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas am Samstag wurde in Koalitionskreisen bestätigt. Die Gespräche fanden laut Bild-Zeitung in der Villa Borsig statt, dem Gästehaus des Auswärtigen Amts am Tegeler See. Für Sonntag ist eine erweiterte Spitzenrunde geplant, in der es neben den Energiepreisen auch um die anstehenden Steuer- und Sozialreformen gehen soll. Ort und Zeitpunkt des Treffens wurden nicht veröffentlicht. Unklar ist auch, ob und in welcher Form anschließend mögliche Ergebnisse bekanntgegeben werden. Kurz vor dem Wochenende war es zum offenen Streit gekommen: Während Bundesfinanzminister Klingbeil Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern traf, trat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in Berlin kurzfristig vor die Kameras und kritisierte Klingbeils Vorschläge: "Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind. Das führt zu Verwirrung und hilft den Verbrauchern nicht", sagte sie. Klingbeil hatte eine Übergewinnsteuer gefordert, um die außergewöhnlich hohen Krisenprofite der Energiekonzerne abzuschöpfen. Die Einnahmen daraus könnten nach Vorstellung der SPD zur Finanzierung einer Mobilitätsprämie für Bürger oder für eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer eingesetzt werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.