Datum12.04.2026 07:40
Quellewww.spiegel.de
TLDRBei einer Massenpanik an der Weltkulturerbe-Stätte Zitadelle Laferrière auf Haiti sind mindestens 30 Menschen, hauptsächlich junge Leute, gestorben. Die Panik brach während einer Veranstaltung mit ungewöhnlich vielen Besuchern aus. Die Regierung Haitis zeigte sich bestürzt, mobilisierte Behörden zur Hilfe und rief zur Ruhe auf. Die Zitadelle ist ein wichtiges Symbol für den haitianischen Freiheitskampf, während das Land mit gravierenden politischen und kriminellen Problemen kämpft.
InhaltDie Zitadelle Laferrière gilt als historisches Symbol des Freiheitskampfes und als beliebtes Ausflugsziel. Eine außergewöhnlich große Zahl an Besuchern soll nun eine fatale Massenpanik ausgelöst haben. Bei einer Massenpanik an einem Ausflugsziel auf Haiti sind haitianischen Medienberichten zufolge mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Außergewöhnlich viele Besucher seien am Samstag an der Zitadelle Laferrière in der Gemeinde Milot im Norden des Landes zusammengekommen, berichtete die Tagezeitung "Le Nouvelliste" . Die Regierung von Ministerpräsident Alix Didier Fils-Aimé habe mit tiefer Bestürzung von dem "tragischen Vorfall" erfahren, hieß es in einer Mitteilung . Das Unglück habe sich während einer Veranstaltung ereignet, an der zahlreiche junge Menschen teilgenommen hätten. Alle zuständigen Behörden seien mobilisiert und befänden sich in höchster Alarmbereitschaft, um den Betroffenen und ihren Angehörigen unverzüglich die notwendige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Die Regierung rief die Bevölkerung während der Ermittlungen zu den Umständen des Vorfalls zur Ruhe auf. Die Zitadelle Laferrière gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Die von ehemaligen Sklaven errichtete Festung gilt als Symbol des Freiheitskampfes gegen die französische Kolonialherrschaft. Haiti ist das ärmste Land des amerikanischen Kontinents. In der Karibikrepublik mit knapp zwölf Millionen Einwohnern haben seit 2016 keine Wahlen mehr stattgefunden. Kriminelle Banden kontrollieren rund 90 Prozent der Hauptstadt Port-au-Prince. Einem Uno-Bericht zufolge wurden zwischen März 2025 und Januar 2026 mehr als 5000 Menschen im Zusammenhang mit Bandengewalt getötet. Lesen Sie hier mehr dazu, warum Haiti einst als Europas Hoffnungsträger galt.